Bus
Englisch: bus
Kraftfahrzeug zum Transport einer großen Anzahl von Personen auf Straßen.
Bus: starres Fahrgestell zum Transport von Menschenmengen auf festen oder flexiblen Strecken
Ein Bus ist ein großes Personenkraftfahrzeug, das üblicherweise zwischen 30 und 60 Personen befördert und auf einem robusten Rahmen aufgebaut ist, der ausgelegt ist, verteilte Lasten zu tragen und Straßenschläge zu absorbieren. Im Gegensatz zum Pkw verfügen Busse über gestaffelte oder Längsbänke für Fahrgäste, die sich im Innenraum entlang erstrecken, mit Ein- und Ausstieg durch eine oder mehrere Türen, die breiter sind als bei Privatfahrzeugen. Das Fahrgestell muss wiederholte Beschleunigung, Bremsung und Kurvenfahrt unter hoher Last ohne Verformung oder Totalausfall bewältigen.
Busse unterteilen sich je nach Einsatzprofil und Streckentyp in unterschiedliche Kategorien. Stadtverkehrsbusse fahren feste Routen mit häufigen Haltestellen, nutzen Luftfederung und hydraulische Türsysteme, um den Verschleiß durch ständige Beschleunigung und Bremsung zu bewältigen. Reisebusse, gebaut für Fernverkehr, verzichten auf häufige Türen zugunsten von Komfort: weniger Haltestellen, längerer Radstand, verstellbare Sitze und Federungen, die auf Autobahngeschwindigkeit abgestimmt sind. Schulbusse priorisieren Fahrgastsicherheit und strukturelle Steifigkeit mit verstärktem Rahmen, breiter Spurweite und charakteristischer gelber Lackierung mit Reflektorstreifen, wie sie von Verkehrsbehörden in Nordamerika vorgeschrieben sind.
Mechanische Anforderungen und Ausfallmuster
Ein Busmotor muss hohes Drehmoment bei niedrigen Drehzahlen liefern und zuverlässig über 500.000 bis 1.000.000 Kilometer laufen. Dieselmotoren dominieren, weil sie diese Anforderungen erfüllen und gleichzeitig Kraftstoffverbrauch über unterschiedliches Gelände bewältigen. Das Getriebe ist fast immer eine schwere Schaltung oder automatisierte Einheit mit 6 bis 12 Gängen; Automatikgetriebe sind weniger verbreitet wegen Kosten und Wartungskomplexität. Bremsen sind ein kritischer Ausfallpunkt: Vollluftbremssysteme mit zwei Stromkreisen sind Standard, da reine Hydraulikbremsen die Energie aus wiederholtem Bremsen aus hoher Masse nicht abführen können, ohne zu überhitzen oder Druck zu verlieren.
Korrosion und Metallermüdung an Rahmenschweißstellen sind die hauptsächlichen konstruktiven Probleme. Busse laufen jahrelang in feuchtem, salzhaltigem Klima ohne größere Überholung, daher sind Verzinkung und Lackschutz unverzichtbar. Der hölzerne oder Verbundstoff-Boden und die Wandpaneele nehmen Feuchtigkeit auf und erfordern Austausch; moderne Busse nutzen Aluminiumrahmen und wasserfeste Verbundstoffe, um die Lebensdauer zu verlängern. Reifenverschleiß ist erheblich: Ein Stadtbus kann einen Satz Reifen in 80.000 Kilometern aufbrauchen wegen des kombinierten Verschleißes aus Last und häufigem Kurvenfahren an Ampeln.
Der Begriff "Bus" leitet sich vom lateinischen omnibus ab, was "für alle" bedeutet und erstmals im 19. Jahrhundert in Frankreich auf eine pferdegezogende Kutsche angewendet wurde. Der motorisierte Bus entstand in den 1890er Jahren, als Verbrennungsmotoren zuverlässig genug wurden, um Pferde zu ersetzen. Heute bleiben Busse ein Rückgrat des Stadtverkehrs, weil sie 50 Personen in einer Fahrt befördern statt 50 einzelne Autos, was Stau und Emissionen pro Fahrgastkilometer reduziert. Sie sind gesetzlich als Nutzfahrzeuge klassifiziert, was sie strengeren Inspektionen und höheren Führerscheininformationen unterwerfen als Privatfahrzeuge.