Dotzenschlag
Englisch: button punch
Einkerbung von zwei oder mehr Metallschichten, die gegen einander gepresst werden, um ein Verrutschen zwischen den Metallen zu verhindern.
Druckknopfstempel: Formwerkzeug zum Sperren gestapelter Metalle
Ein Druckknopfstempel ist ein Formwerkzeug, das eine Reihe von flachen, abgerundeten Vertiefungen an der Schnittstelle von zwei oder mehr gestapelten Metallblechen oder Platten erzeugt. Diese Dellen greifen die Schichten mechanisch ineinander und verhindern Bewegungen oder Verschiebungen unter Last oder Vibration. Der Stempel wird in einer Presse montiert und drückt beim Absenken Material auf einer Seite des Stapels nach oben und auf der anderen Seite nach unten, wodurch ein positiver mechanischer Kontakt entsteht, der Scherkräfte ohne Klebstoffe oder Befestigungselemente widersteht.
Die Geometrie eines Druckknopfstempels weist typischerweise eine halbkugelige oder gewölbte Arbeitsfläche auf, mit einem Durchmesser von 6 bis 25 mm je nach Anwendung und Materialdicke. Der Stempel erzeugt eine entsprechende Wölbung auf der Oberseite und eine leichte Vertiefung auf der Unterseite; diese umkehrbare Geometrie erzeugt die Verbindung zwischen den Schichten. Der Abstand zwischen den Dellen beträgt üblicherweise 25 bis 75 mm in alle Richtungen. Das Werkzeug besteht gewöhnlich aus gehärtetem Werkzeugstahl oder Hartmetall, um wiederholte Schläge gegen Baustahl, Edelstahl oder Aluminium zu verkraften.
Druckknopfstempel sind am häufigsten im Schiffbau, in der Stahlkonstruktion und in der Kesselherstellung anzutreffen, wo große Platten vor dem Schweißen in temporärer oder dauerhafter Ausrichtung gehalten werden müssen. Sie kommen auch in der Elektrotransformator-Fertigung vor, wo Schichtenkerne positionsstabil sein müssen. Das Verfahren ist schneller als Bohren und Gewindeschneiden zur temporären Montage und erzeugt keine durchgehenden Löcher, die Druckgrenzen gefährden könnten. Allerdings sind die Oberflächenvertiefungen sichtbar und lassen sich nicht einfach entfernen; sie gelten üblicherweise in Anwendungen als akzeptabel, in denen Funktionalität wichtiger als Aussehen ist.
Einschränkungen und Ausfallarten
Druckknopfstempel funktionieren gut bei Materialdicken von etwa 3 bis 13 mm; jenseits dieses Bereichs wird die Verformung ungleichmäßig und die mechanische Verriegelung schwächer. Der Stempel muss den Stapel gerade und mit ausreichend Kraft treffen; Fehlausrichtung oder unzureichender Druck erzeugen flache, unzuverlässige Dellen. Wenn die Platten vor dem Prägen nicht fest angespannt werden, kann der Schlag sie aus der Position verschieben. Mit Druckknopfstempel geprägte Verbindungen sind auch anfällig für Trennung unter extremer Biegung oder Stoßbelastung, besonders wenn der Stapel spröde Materialien enthält oder korrodierte Grenzflächen aufweist.
Der Begriff spiegelt die Form der Spur wider, die das Werkzeug hinterlässt: eine abgerundete, knopfähnliche Vertiefung statt eines scharfen Lochs oder einer Verformung. Diese Benennungskonvention unterscheidet das Verfahren von anderen Prägevorgängen wie Körnerlochen (das einen Mittelpunkt markiert) oder Dimpling (das konische Vertiefungen für Nietzähne erzeugt). In der modernen Praxis wurde das Druckknopfprägen bei hochpräzisen Arbeiten teilweise durch Klebstoffverbindungen und mechanische Befestigungen ersetzt, bleibt aber Standard bei schwerer Stahlkonstruktion und Feldarbeiten, wo Einfachheit und Schnelligkeit Vorrang vor Oberflächenqualität haben.