Tapper
Englisch: tapper
Vorrichtung in frühen Funktelegraphen zum Auflockern der Feilspäne eines Kohärers.
Tapper: mechanischer Vibrator für kohärente Funkempfänger
Ein Tapper ist ein kleines mechanisches Gerät, das einen Kohärer vibriert oder anschlägt. Der Kohärer ist der primitive Detektor, der in frühen Funkentelegrafie-Empfängern verwendet wurde, um eingehende Funksignale zu registrieren. Der Kohärer selbst ist ein Rohr mit Metallspänen, die unter Einwirkung von Hochfrequenzenergie zusammenhaften (kohärieren) und so einen plötzlichen Widerstandswechsel erzeugen, der einen Aufzeichnungsmechanismus auslöst. Diese Änderung wird erkannt, aber die Späne bleiben stecken, bis sie physisch gestört werden, was das nächste Signal blockiert.
Der Tapper löst dieses Problem, indem er in regelmäßigen Abständen, normalerweise einmal pro Sekunde, einen scharfen mechanischen Schlag oder eine Vibration auf das Kohärerrohr ausübt. Dies schüttelt die Späne los und versetzt das Gerät in seinen empfindlichen Zustand zurück, bereit für das nächste eingehende Signal. Frühe Tapper verwendeten Elektromagnete, die von einer lokalen Batterie oder der Stromversorgung des Empfängers gespeist wurden; der Elektromagnet zog und ließ einen federgelagerten Schlagbolzen gegen das Kohärergehäuse los. Das Timing war entscheidend: zu schnell und das Gerät würde ständig vibrieren; zu langsam und legitime Signale würden übersehen.
Kohärer und ihre Tapper dominierten den Funkempfang von Mitte der 1890er Jahre bis etwa 1912, als thermonische Ventildetektoren sie obsolet machten. Während dieser Zeit waren sie jedoch die Standardtechnologie für Schiff-zu-Land-Kommunikation und Langstrecken-Funkentelegrafie. Der Tapper erschien in nahezu jedem in dieser Ära gebauten Empfängersatz, ob landgestützt oder an Bord von Schiffen. Seine mechanische Einfachheit machte ihn zuverlässig, trotz der primitiven Materialien und Fertigungstoleranzen früher Funkgeräte.
Der Begriff spiegelt seine Funktion deutlich wider: er klopft. Alternative Bezeichnungen waren Vibrator, Shaker oder Dekohärer, aber Tapper wurde am weitesten in der englischsprachigen Fachliteratur verbreitet. Das Gerät erforderte nur minimale Wartung außer gelegentlicher Anpassung des Schlagbolzenspalts und dem Austausch abgenutzter Federn, aber seine Abhängigkeit vom mechanischen Timing machte die Synchronisation mit eingehenden Signalen unvorhersehbar. Schnelle Punkte und Striche konnten verschwimmen, und langsame Signale riskierten, übersehen zu werden, wenn der Tapper-Zyklus außer Phase fiel.
Das Verständnis des Tappers ist wesentlich für jeden, der sich mit früher Funkgeschichte beschäftigt oder Geräte aus dieser Zeit restauriert. Es repräsentiert eine Übergangstechnologie zwischen rein mechanischer Telegrafie und vollständig elektronischer Signalgebung. Erhaltene Beispiele zeigen erhebliche Unterschiede in Design und Konstruktion, was die experimentelle Natur des Rundfunks in seinen ersten Jahrzehnten widerspiegelt. Die eventuelle Ersetzung des Tappers durch Gitterableitungsdetektoren und Kristalldetektoren markierte einen entscheidenden Übergang zur elektronischen Ära.