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Industriebedarf, Maschinen und Bauteile

Rangierbahnhof

Englisch: rail terminal

Eine Bahnanlage zur Umladung von Gütern oder Fahrgästen auf andere Verkehrsmittel

Rangierbahnhof: Umschlagpunkt für den Wechsel des Transportmittels

Ein Rangierbahnhof ist eine feste Anlage, in der Güter oder Fahrgäste zwischen Schiene und anderen Transportmitteln umsteigen: Straßenfahrzeuge, Schiffe, Flugzeuge oder Pipelines. Der Bahnhof ist im Grunde der Verbindungspunkt, wo die Effizienz der Eisenbahn auf die Flexibilität von Lkw-, See- oder Luftverkehrnetzen trifft. Der Bahnhof bewältigt die physische, verwaltungstechnische und terminliche Arbeit beim Umschlag von Gütern von einem Transportmittel zum anderen, ohne dass die Güter die gesamte Strecke bei einem einzigen Beförderer zurücklegen.

Güterbahnhöfe enthalten typischerweise Ladetore, Lagerhallen, Gleisanschlüsse mit mehreren Gleisen und schwere Handlinggeräte wie Portalkräne, Gabelstapler und Containerlifter. Ein Containerterminal kann eine Fläche von 20 bis 100 Hektar einnehmen und 300.000 bis 1.000.000 TEU (Twenty-Foot-Equivalent-Units) pro Jahr umschlagen. Bulkterminals für Getreide, Kohle oder Mineralien nutzen spezialisierte Infrastruktur: Schüttgutwagen, Fördersysteme und teilweise überdachte Lagerbereiche. Fahrgastterminals sind flächenmäßig kleiner und konzentrieren sich auf Fahrkartenschalter, Warteräume und schnelle Umläufe von Zügen sowie Anschlussbusse oder Taxis.

Rangierbahnhöfe entstehen dort, wo sich Eisenbahnnetze mit großen Verkehrsrouten schneiden oder wo die Geographie einen Bruch in der Transportkette schafft, etwa bei Häfen, Binnenwasserterminals oder Bergpässen. Städtische Bahnhöfe liegen oft auf beengtem Raum und müssen Staus auf Lokalstraßen minimieren. Intermodalterminals für Container und Auflieger benötigen ebenes Gelände, gute Entwässerung und robuste Gleisgeometrie, um 286.000 Pfund schwere Eisenbahnlasten ohne Setzungen zu bewältigen. Das Terminallayout folgt einem Hubbdesign: ankommende Züge nutzen separate Empfangsgleise, die Umschlagware wird über einen Rangierteil bewegt, und abfahrende Züge laden von getrennten Versandgleisen.

Operationelle Herausforderungen sind Verweilzeiten (wie lange die Ware im Terminal auf Weitergabe wartet), Konflikte bei der Geräteplanung und Lkw-Staus in Spitzenlastzeiten. Spitzenlastverkehr tritt meist an Wochentags-Morgen und späten Nachmittagen auf, wenn Lkw-Fahrer Container abholen. Witterung, Verspätungen im Eisenbahnnetz und Verfügbarkeit von Chassis (die Fahrgestelle unter Containern) beeinflussen den Terminalsdurchsatz unmittelbar. Ein moderner Intermodalterminal strebt bei hoher Auslastung eine Kranrate von 25 bis 35 Umschlägen pro Stunde an.

Der Name spiegelt die Funktion wider: Ein Bahnhof ist dort, wo der Eisenbahnverkehr endet oder beginnt und der Wechsel zu einem anderen Beförderer erzwingt. Der Begriff gilt auch für Personenbahnhöfe im Fernverkehr, obwohl Bahnhof in diesem Zusammenhang gebräuchlicher ist. In der Supply-Chain-Fachsprache werden Bahnhöfe als Intermodalterminals klassifiziert, wenn sie mehrere Transportmittel bedienen, was sie von Rangierbahnhöfen unterscheidet, die reine Betriebshöfe zum Sortieren und Zusammenstellen von Zügen sind.

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