cabré
Mit angehobener Nase und gesenktem Heck.
Cabré: Starke Kopflastigkeit während des Fluges oder bei der Bodenabfertigung
Ein Flugzeug in Cabré-Position ist stark nach oben geneigt, Heck unten, ob in der Luft oder auf dem Boden. Der Begriff stammt aus dem Französischen und bedeutet aufgebäumt, wie ein Pferd, das sich auf die Hinterbeine stellt. In der Flugzeugwartung und im Betrieb werden Sie dieses Wort begegnen, wenn es um eine instabile oder gefährliche Fluglagenposition geht, besonders beim Start, bei der Landung oder wenn ein Flugzeug auf seinen Rädern verrutscht ist.
Beim Start zieht ein Pilot den Steuerknüppel zurück, um den korrekten Rotationswinkel zum Abheben zu erreichen, typischerweise 10 bis 15 Grad Kopflastigkeit je nach Flugzeugtyp und Gewicht. Wenn die Rotation zu aggressiv ist oder unkontrolliert weitergehen, wird das Flugzeug excessiv cabré und kann einen Strömungsabriss erleiden oder mit dem Hecksporn oder der Heckkappe auf der Bahn aufschlagen. Das ist ein bekanntes Risiko bei Hochleistungsflugzeugen oder schwer beladenen Maschinen, besonders bei Schwerpunkt weit achtern.
Am Boden bezieht sich Cabré normalerweise auf ein Flugzeug, das mit Gewichtsverlagerung nach hinten auf den hinteren Rädern oder Kufen ruht, Nase hoch und Heck tief. Das kann passieren, wenn Fracht oder Treibstoff zu weit achtern geladen wird, wenn das Flugzeug auf weichem Untergrund mit der Nase nach unten sitzt und sich setzt, oder wenn das Schlepppersonal die ebene Fluglage beim Schleppen nicht beibehält. Excessive Kopflastigkeit am Boden belastet das hintere Rumpf und Fahrwerk und riskiert Strukturschäden am Leitwerk oder den Heckanbindungspunkten.
Cabré ist am häufigsten in der französischsprachigen Wartungskultur und im Flugbetrieb anzutreffen, obwohl Englischsprachige in der europäischen und kanadischen Luftfahrt das Wort ebenfalls verwenden. Sie können auch das Gegenteil sehen: ein Flugzeug in Nase-unten oder Heck-hoch Position. Die praktische Sorge ist immer dieselbe: eine Fluglage, die die Konstruktionsgrenzen überschreitet und strukturelles oder Leistungsrisiko schafft. Bodenabfertigungsverfahren geben akzeptable Grenzen für die Kopflastigkeit an, um Heckfreiheit und Fahrwerksausrichtung zu schützen.
In der Wartung heißt Prävention, die Flugzeugtrimm- und Beladungspapiere zu überprüfen, Fracht zu sichern, um Verschiebung nach achtern zu verhindern, und Nasenschlepper oder Schleppstangen zu verwenden, die die ebene Fluglage bewahren. Piloten werden trainiert, übermäßige Rotation zu erkennen und die Fluglage- und Fahrtgeschwindigkeitssignale zu erkennen, die einem Strömungsabriss nahekommen. Jeder Zwischenfall, bei dem ein Flugzeug jenseits sicherer Grenzen cabré wurde, sollte dokumentiert werden und die Struktur auf Schäden inspiziert werden, besonders an der Heckwurzel und den hinteren Rumpfanbindungen.