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Holzbearbeitung

Anpressholz

Englisch: caul

Holzleiste oder Holzblock zur Verteilung oder Lenkung der Klemmkraft beim Spannen.

Ausgleichsholz: das Holz, das die Spannkraft verteilt

Ein Ausgleichsholz ist ein Holzstück, das zwischen einer Spannvorrichtung und dem Werkstück angebracht wird, um die Spannkraft gleichmäßig über eine größere Fläche zu verteilen. Es verhindert, dass die Spannbacken oder der Spannstab Dellen, Quetschungen oder ungleichmäßige Druckmale auf der zu verleimenden oder zu formenden Oberfläche hinterlassen. Das Ausgleichsholz sitzt als Vermittler: Die Spannvorrichtung greift das Ausgleichsholz, und das Ausgleichsholz leitet diese Kraft auf das darunter liegende Werkstück weiter.

Ausgleichshölzer reichen von einfachen Weichholzblöcken bis zu geformten oder profilierten Stücken für spezielle Aufgaben. Bei Furnierarbeiten und Marketerie werden Ausgleichshölzer oft als flache Bretter hergestellt, die etwas größer sind als die zu furnierenden Platten. Bei gekrümmten Arbeiten ist das Ausgleichsholz selbst so geformt, dass es der Werkstückkontur entspricht und senkrechten Druck über eine gebogene Kante oder eine profilierte Oberfläche gewährleistet. Beim Kantenleimen von Brettern kann ein Ausgleichsholz ein einfacher Streifen aus Kiefer oder Pappel sein, der über die Leimfuge gelegt wird. Das Material ist wichtig: Weichhölzer wie Kiefer komprimieren sich leicht und passen sich besser an als Hartholzarten, die starr bleiben und ungleichmäßige Druckverteilung verursachen können, wenn die Oberflächen nicht perfekt bündig sind.

Wiederholtes Spannen hinterlässt mit der Zeit Quetschungen in den Ausgleichshölzern. Leimausstöße können das Ausgleichsholz mit dem Werkstück verbinden, wenn keine Trennlage verwendet wird. Deshalb wird üblicherweise Wachspapier oder Kunststofffolie zwischen das Ausgleichsholz und die frische Leimfuge gelegt. Manche Holzarbeiter halten mehrere Ausgleichshölzer für verschiedene Aufgaben bereit: dünne für leichte Furnierarbeit, dickere für Plattenkonstruktionen. Ein beschädigtes oder ungleichmäßig abgenutztes Ausgleichsholz kann genau das Problem verursachen, das es eigentlich verhindern sollte, daher ist ein Austausch billiger als die Arbeit, die durch ungleichmäßiges Spannen ruiniert wird.

Der Name leitet sich von der Bedeutung des Wortes als Membran oder Abdeckung in anderen Handwerken ab, obwohl die Verbindung in der modernen Holzbearbeitung schwach ist. Der Begriff ist seit Jahrhunderten in Gebrauch; alte Texte beziehen sich manchmal auf ein Ausgleichsbrett oder Ausgleichsstück. In einigen Regionen und älteren Nachschlagewerken erscheint das Wort als Caulk oder Calk, obwohl diese Schreibweisen heute häufiger für Dichtungsmasse verwendet werden.

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