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Elektrotechnik

CCI

Abkürzung für co-channel interference, Störungen durch Signale auf demselben Kanal.

CCI: wenn dieselbe Frequenz zum Störsignal wird

Co-Channel-Interferenz tritt auf, wenn zwei oder mehr Sender auf derselben Frequenz oder dem gleichen Kanal arbeiten und ihre Signale gleichzeitig einen Empfänger erreichen, wodurch das gewünschte Signal beeinträchtigt oder zerstört wird. Bei Funk-, Fernseh-, Mobilfunk- und Funksystemen kann der Empfänger nicht zwischen dem Nutzsignal und dem Störsignal unterscheiden, sondern nimmt ein zusammengesetztes, meist unbrauchbares Ergebnis wahr. Die Schwere hängt von den Leistungspegeln beider Signale, der Entfernung zu jedem Sender, der Antennenschärfe und dem lokalen Gelände ab.

CCI unterscheidet sich grundlegend von Nebenkanalstörung, die auftritt, wenn Signale von Nachbarfrequenzen in die Empfängerbandbreite eindringen. Bei CCI sitzt die Störung direkt auf der Zielfrequenz. In analogen Systemen wie UKW-Rundfunk oder Fernsehen führt CCI typischerweise zu hörbarem Rauschen, Verzerrung oder sichtbarem Ghosting auf dem Bildschirm. In digitalen Systemen steigt die Bitfehlerrate stark an, und bei Überschreitung eines Schwellwerts bricht die Verbindung vollständig ab. Moderne Empfänger verwenden Techniken wie Frequenzsprung, Spreizbandverfahren oder Richtantennen, um dies zu verringern, aber eine vollständige Unterdrückung ist selten möglich, wenn Interferenz vorhanden ist.

CCI wird in frequenzdichten Umgebungen kritisch: städtische Mobilfunknetze, wo mehrere Betreiber im gleichen Band arbeiten, Seefunk, wo Schiffe enge Kanalzuteilungen teilen, oder Luftfahrt, wo Militär- und Zivilradar sich überlappende Frequenzen nutzen können. Netzbetreiber bewältigen CCI durch sorgfältige Netzplanung, Leistungsregelung und geografische Wiederverwendungsmuster, die sicherstellen, dass störende Sender ausreichend weit voneinander entfernt sind. In manchen Fällen schreiben Regulierungsbehörden strikte geografische Trennungsregeln vor oder verlangen, dass Systeme Mindestqualitätsanforderungen einhalten.

Der Begriff spiegelt die Unmittelbarkeit des Problems wider: die Störung kommt vom gleichen Kanal, nicht von einem benachbarten. Die Fähigkeit eines Empfängers, CCI zu tolerieren, wird als Co-Channel-Wiederverwendungsquotient oder Störabstand gemessen, üblicherweise in Dezibel ausgedrückt. Ältere analoge Systeme vertragen etwa 18 bis 20 dB C/I (Träger-Störverhältnis); moderne digitale Waveformen können mit niedrigeren Quotienten arbeiten, benötigen aber immer noch Trennung vor Totalausfall. Wenn CCI durch Planung nicht vermieden werden kann, setzen einige Systeme dynamische Leistungsanpassung oder Handover-Algorithmen ein, um Nutzer aus Hochstörzonen zu verlagern.

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