SpracheEnglishDeutsch
Elektrotechnik

Vermittlung durch Vermittlungsstelle

Englisch: station-to-station

Verfahren zum Aufbau einer Telefonverbindung, bei dem der Anrufer den Anruf annimmt, unabhängig davon, ob der Angerufene verfügbar ist; dieses Verfahren wurde weitgehend durch Direktwahl ersetzt.

Station-to-Station: an jeden willigen Empfänger, Vermittlung erforderlich

Ein Station-to-Station-Anruf ist eine Telefonverbindung, bei der der Anrufer für die Verbindungszeit zu einer bestimmten Telefonnummer zahlt, aber akzeptiert, wer diese Leitung abnimmt. Die Vermittlung fragt nicht nach einer bestimmten Person, bevor die Abrechnung beginnt. Dies unterscheidet sich vom Personen-zu-Personen-Anruf, bei dem der Anrufer einen gewünschten Empfänger nennt und nur dann bezahlt, wenn diese Person ans Telefon kommt.

Der Begriff stammt aus der Zeit der vermittelten Ferngespräche, als menschliche Vermittler in Telefonzentralen Anrufe manuell über Fernleitungen leiteten und die Abrechnung handelten. Eine Vermittlung verbands die anrufende Station mit der Zielstation, signalisierte die Leitung an und berechnete das Gespräch ab der ersten Annahme. Station-to-Station-Service war schneller und günstiger als Personen-zu-Personen, da kein Verifizierungsschritt erforderlich war, was ihn für Anrufe bei Geschäftsnummern, Informationsleitungen oder Situationen geeignet machte, in denen jede kompetente Person die Anfrage bearbeiten konnte.

Die Preisgestaltung machte die Unterscheidung wirtschaftlich bedeutsam. Station-to-Station-Anrufe wurden zu niedrigeren Sätzen pro Zeiteinheit berechnet als Personen-zu-Personen-Anrufe, die Vermittlungszeit erforderten und Mindestgebühren mit sich brachten. Bei Anrufen zwischen Städten oder über Regionen verschiedener Anbieter beeinflusste die Wahl zwischen diesen Methoden die Kosten für den Anrufer wesentlich. Unternehmen, die zahlreiche eingehende Anrufe erhielten, bevorzugten aus diesem Grund häufig Station-to-Station-Verkehr.

Die weit verbreitete Einführung von Direct-Distance-Dialing-Systemen (DDD) in den 1960er und 1970er Jahren machte die Vermittlung bei den meisten Inlandsferngesprächen überflüssig. Automatische Vermittlungsanlagen machten die Station-to-Station- versus Personen-zu-Personen-Unterscheidung in modernen Telefonnetzen weitgehend obsolet. Der Begriff besteht in historischen Zusammenhängen und in einigen spezialisierten Carrier-Diensten fort, aber moderne Telefonsysteme leiten Anrufe zu Nummern weiter, nicht zu Stationen, ohne menschliche Vermittlung.

Mehr aus Electrical engineering

Alle ansehen

Get the Word of the Day

One industrial term every day, with the trade it belongs to and why it is worth knowing. No advertising.