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Elektrotechnik

CDDA

Abkürzung für Circularly Disposed Dipole Array (zirkulär angeordnete Dipol-Reihe).

CDDA: Antennengruppe zur Funkpeilung ohne Rotation

Eine zirkulär angeordnete Dipolgruppe ist eine fest installierte Antennenanordnung, bei der mehrere Dipoleelemente in gleichen Winkelabständen um einen Kreis herum angebracht sind, üblicherweise sechs, acht oder zwölf gleichmäßig verteilte Elemente. Im Gegensatz zu mechanisch rotierenden Richtantennen tastet eine CDDA eingehende Signale aus allen Azimutrichtungen gleichzeitig ab und nutzt dann Phasen- und Amplitudendaten von jedem Dipol, um die Peilung einer Signalquelle durch elektronische Verarbeitung zu berechnen.

Jeder Dipol in der Gruppe ist üblicherweise ein dünner Resonanzleiter mit einer halben Wellenlänge bei der Zielfrequenz und wird über einen Empfänger- oder Transceiver-Kanal gespeist. Die Ausgänge aller Kanäle werden an einen Peilprozessor weitergeleitet, der die Signalstärke und Phasenbeziehungen über die gesamte Gruppe vergleicht. Da die Dipole räumlich verteilt sind, erreicht ein Signal aus einer bestimmten Peilrichtung einige Elemente vor anderen und mit unterschiedlichen Amplituden, wodurch sich ein charakteristisches Muster ergibt, das einer bestimmten Azimutrichtung entspricht.

Anwendung und Leistungsabwägungen

CDDAs werden bevorzugt in der Funkaufklärung, in Funknavigationssystemen und bei der Notfall-Funkpeilung eingesetzt, wo kontinuierliche, schnelle Peilungsaktualisierungen ohne mechanische Rotation erforderlich sind. Sie sind besonders wirksam bei Frequenzen von etwa 30 MHz bis mehreren GHz, wobei sich die physikalische Größe und der Elementabstand mit der Wellenlänge ändern. Eine CDDA mit 150 MHz und acht Elementen könnte einen Durchmesser von etwa zwei Metern haben, während eine 2-GHz-Gruppe erheblich kleiner ausfallen könnte.

Die Haupteinschränkung ist die Genauigkeit: Die Peilungsauflösung hängt vom Gruppendurchmesser im Verhältnis zur Wellenlänge ab. Unterhalb eines bestimmten Durchmessers oder bei Frequenzen, bei denen die Gruppe elektrisch klein ist, können Mehrdeutigkeiten bei der Azimutbestimmung auftreten, und der Elevationswinkel kann ohne zusätzliche vertikale Elemente nicht bestimmt werden. Mehrwegeausbreitungen und Bodeneffekte verschlechtern die Leistung ebenfalls. Trotz dieser Einschränkungen machen die Geschwindigkeit und die Wirtschaftlichkeit, die sich daraus ergeben, dass keine mechanischen Antriebssysteme erforderlich sind, CDDAs praktisch für mobile Plattformen, schiffsgestützte Systeme und ortsfeste Überwachungsstationen.

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