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Elektrotechnik

Celerity

Englisch: celerity

Geschwindigkeit der Symboltransmission, heute als Baudrate bezeichnet.

Celerity: wie schnell Symbole über die Leitung gingen

Celerity war der Begriff, den Elektrotechniker verwendeten, um die Geschwindigkeit zu beschreiben, mit der Symbole oder Impulse über eine Telegrafenleitung oder frühe Kommunikationsstrecke übertragen wurden. Sie maß die Übertragungsgeschwindigkeit in Symbolen pro Sekunde und zählte jede unterschiedliche Zustandsänderung der elektrischen Spannung als eine Einheit. In moderner Ausdrucksweise ist dies das, was wir heute Baudrate nennen, wobei Celerity Mitte des 20. Jahrhunderts aus dem Gebrauch kam, als sich die standardisierte Nomenklatur auf Baud und Bits pro Sekunde einigte.

Das Wort stammt vom lateinischen celeritas, was Schnelligkeit oder Geschwindigkeit bedeutet, und erschien natürlicherweise in technischen Schriften, wenn Ingenieure zwischen der tatsächlichen physikalischen Geschwindigkeit von Elektrizität durch Kupfer (die konstant bleibt) und der Rate unterscheiden mussten, mit der aussagekräftige Informationsimpulse gesendet wurden. Eine Telegrafenleitung konnte mit 20 oder 30 Symbolen pro Sekunde arbeiten; spätere Fernschreibgeräte erreichten 110 oder 300 Baud. Celerity-Messungen beeinflussten direkt, wie viele Zeichen in einem bestimmten Zeitfenster übertragen werden konnten.

Celerity verlor an Bedeutung, als die Telekommunikation die Einheit Baud standardisierte, die selbst nach Émile Baudot benannt wurde, dem französischen Erfinder des Fünf-Einheiten-Telegrafencodes. In den 1960er Jahren, als digitales Rechnen vorherrschend wurde, einigten sich die Branchen auf Baudrate als universelle Angabe. Bits pro Sekunde (bps) wurde später zur bevorzugten Metrik für Datenkommunikation, da es direkt binäre Einheiten statt abstrakter Symbole zählte. Der ältere Begriff blieb in akademischen Texten und Patentschriften erhalten, verschwand aber aus dem Vokabular der praktizierenden Ingenieure.

Das Verständnis von Celerity ist wichtig für jeden, der historische technische Dokumentation liest, Wartungshandbücher für Vintage-Telegraf- oder Fernschreibgeräte studiert oder die Entwicklung von Kommunikationsstandards erforscht. Es erklärt auch, warum Baudrate nicht einfach "Bits pro Sekunde" ist: Ein einzelnes Baud kann mehrere Bits darstellen, wenn das Modulationsverfahren Informationen über mehrere Spannungs- oder Phasenzustände codiert. Diese Unterscheidung wird kritisch, wenn man Modems spezifiziert oder die Leistung von Altsystemen analysiert.

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