CMAQ
Initialism für Stauabbau und Luftqualität
CMAQ: Bundesmittel für Emissionsreduktion im Verkehr
Das Congestion Mitigation and Air Quality Improvement Program (CMAQ) ist ein Finanzierungsprogramm des U.S. Bundes, das vom Department of Transportation verwaltet wird. Es unterstützt Projekte zur Reduktion von Fahrzeugemissionen und Verkehrsstaus in Regionen, die nationale Luftqualitätsstandards nicht erfüllen oder zu verfehlen drohen. Das Geld fließt an Verkehrsbetriebe, staatliche Verkehrsministerien und regionale Planungsbehörden, um spezifische Infrastruktur- und Betriebsverbesserungen umzusetzen.
CMAQ-Mittel unterstützen eine definierte Projektklasse: Investitionen im öffentlichen Nahverkehr, Rad- und Fußwegeanlagen, Optimierung von Lichtsignalanlagen, Pilotprojekte zu Staugebühren, Maßnahmen zur Reduktion von Leerlaufzeiten sowie Umrüstung oder Austausch von Fahrzeugen mit niedrigeren Emissionen. Das Programm finanziert keine allgemeine Straßenkapazitätserweiterung und keine Projekte in Gebieten mit bereits erfüllten Luftqualitätsstandards, was es von diskretionären Bundeshighway-Zuschüssen unterscheidet. Antragsteller müssen nachweisen, dass ihr Projekt die Fahrleistung insgesamt oder die Emissionen pro Kilometer reduziert.
Die Finanzierung erfolgt durch jährliche Zuweisungen an die Bundesstaaten basierend auf Bevölkerung, Grad der Luftqualitätsverfehlung und Pendlerverkehrsmuster. Eine Metropolitan Planning Organization oder eine staatliche Verkehrsbehörde reicht Projekte in einen regionalen Auswahlprozess ein; die Finanzierung ist innerhalb jeder Luftqualitätsregion konkurrenzorientiert. Typische Projektzyklen dauern 18 bis 24 Monate von der Antragstellung bis zur Mittelbindung, wobei die Umsetzung selbst oft 3 bis 5 Jahre für Bau oder Inbetriebnahme dauert.
Wie CMAQ regionale Verkehrsstrategien geprägt hat
CMAQ hat wesentliche Verschiebungen in der Art geprägt, wie Verkehrsbetriebe und Städte Staus und Emissionen angehen. Seit 1991, als die Clean Air Act Amendments das Programm schufen, wurden über 30.000 Projekte landesweit finanziert. In der Praxis ist es zur primären Finanzierungsquelle für Busspur-Schnellverkehrsstrecken, Buspriorisierungssysteme und Ladenetze für Elektrofahrzeuge in Städten geworden, in denen Luftqualität eine regulatorische Zwangslage ist. Die Anforderung, Mittel an messbare Emissionsreduktion zu binden, hat Behörden auch zu besserer Verkehrsmodellierung und Vorher-Nachher-Messungen ihrer Projekte bewogen.
Die Finanzierung erfolgt nach Formel und ist verlässlich, aber begrenzt: Jährliche Zuweisungen übersteigen selten 15 bis 20 Prozent dessen, was eine Region in allgemeinen Highwaymitteln erhalten könnte. Diese Beschränkung bedeutet, dass CMAQ am wirksamsten ist, wenn es mit lokalen oder staatlichen Mitteln kombiniert wird und wenn Projekte auf die höchsten Engpässe abzielen. Regionale Abstimmung über Stadt- und Landkreisgrenzen hinweg ist unverzichtbar, weil Luftqualitätsverflechtungsgebiete oft mehrere Jurisdiktionen umfassen und integrierte Auswahlprozesse und kooperative Planung erfordern.