CM
Kürzel für Command Module.
CM: die Raumschiffkabine, in der Astronauten leben und arbeiten
Das Kommandomodul ist der druckdichte Besatzungsbereich eines Raumschiffs, das Astronauten während des Flugs, beim Wiedereintritt und bei der Landung schützen soll. Im Apollo-Programm war das CM eine konische Aluminiumstruktur mit einer Höhe von etwa 3,3 Metern und einem Durchmesser von 3,9 Metern an der Basis mit einem Gewicht von etwa 5.800 Kilogramm. Es enthielt Lebenserhaltungssysteme, Lageregelungsdüsen und Messinstrumente; drei Besatzungsmitglieder saßen in einer einzelnen Kabine ohne innere Unterteilung, abgesehen von Gerätelagerungsbuchten unter den Sitzen.
Das CM unterscheidet sich grundlegend vom Servicemodul, das dahinter folgt und Brennstoffzellen, kryogene Lagertanks und das Haupttriebwerk enthält. Beim Start sitzt das Kommandomodul oben auf dem Servicemodul; die beiden Module docken mit dem Mondlandefahrzeug in der Umlaufbahn an, aber nur das CM hat einen Hitzeschutzschild, der beim atmosphärischen Wiedereintritt mit Rückkehrgeschwindigkeiten vom Mond von etwa 11 Kilometern pro Sekunde bewertet ist. Das stumpfe Ende des konischen Designs zeigt während des Aufstiegs nach vorne und wird während des Abstiegs durch einen ablativen Hitzeschutzschild geschützt.
Entwurfsvarianten und Betrieb
Das Innere eines CM enthielt fünf Hauptsysteme: Lageregelung (kleine Düsen zum Manövrieren), Führung und Navigation (Computer und Messinstrumente), Lebenserhaltung (Sauerstoff, Wasser, Kohlendioxidfilterung), elektrische Stromversorgung (Brennstoffzellen oder Batterien) und Umweltregelung (Temperatur- und Feuchtigkeitsregelung). Der Einstieg erfolgte durch eine einzelne Seitenluke; Besatzungsmitglieder betraten den Raum beim Start in Raumanzügen und landeten in denselben Anzügen. Die drei Besatzungspositionen waren dreieckig angeordnet, mit dem Kommandant und dem Mondlandefahrzeugpilot in vorderen Sitzen und dem Kommandomodulpilot im hinteren mittleren Sitz.
Sowjetische Äquivalente, sogenannte Sojus-Module, nutzten eine andere Architektur mit drei Abteilungen (Orbitalmodul, Abstiegsmodul und Servicemodul) und konnten sich unter Fallschirmen aufrecht landen lassen, statt ins Wasser zu fallen. Amerikanische CMs waren dagegen für die Wasserbergung ausgelegt; ein Auftriebskragen wurde nach der Landung ausgefahren, um die Kapsel aufrecht im Ozean zu halten. Der Begriff CM wird in der Raumfahrttechnik auch allgemein für jede bemannte Umlaufbahndockkabine verwendet, wobei das Apollo-Design jedoch das historisch bedeutsamste Beispiel in Wartungsdokumentation und Schulungslehrplänen bleibt.
In Wartungsunterlagen wird das CM als ein einziges integriertes System behandelt und nicht als Sammlung von Teilsystemen; Techniker sind verantwortlich für die Überprüfung von Lukendichtungen, Düsenventilbetrieb, Brennstoffzellenintegrität und Messinstrumentenkalibrierung vor dem Flug. Die Ablatationstiefe des Hitzeschildes wurde nach jedem Flug gemessen und dokumentiert; Reparaturen an der CM-Struktur selbst waren minimal, da das Modul nicht für die Wiederverwendung über die geplante Mission hinaus konzipiert war, aber Ingenieurdaten aus der CM-Untersuchung nach der Landung prägen die weitere Raumfahrzeugkonstruktion.