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Bergbau und Gewinnung

CNG

Initialism für Erdgas in verdichteter Form

CNG: Methan unter Druck, kein Flüssiggas

Verdichtetes Erdgas ist Erdgas (hauptsächlich Methan), das auf einen Druck zwischen 200 und 248 bar absolut komprimiert und im gasförmigen Zustand gelagert wird, nicht verflüssigt. Im Bergbau und bei Rohstoffgewinnungsarbeiten dient CNG als Brennstoff für mobile Ausrüstungen: Lastwagen, Radlader, Bohrgeräte und Unterstützungsfahrzeuge auf entlegenen oder untertägigen Baustellen, wo Versorgungsketten für flüssige Brennstoffe unpraktisch sind. Das Gas wird auf der Baustelle in Druckzylindern mit hohem Druck oder in Kaskadesystemen gelagert, die Motorbrenner direkt speisen.

Die Druckanforderung unterscheidet CNG von Rohrgasnetzen, die mit deutlich niedrigerem Druck arbeiten, und von Flüssigerdgas (LNG), das kryogene Kühlung auf etwa minus 161 Grad Celsius erfordert. CNG-Zylinder für Bergbaufahrzeuge werden typischerweise aus nahtlosem Stahl gefertigt und unterliegen regelmäßiger hydrostatischer Prüfung. Ein vollständig geladener Zylinder speichert etwa 200 Kubikmeter Gas bei Standardtemperatur und -druck in einem Volumen, das klein genug ist, um unter eine Ladefläche oder neben einen Motorraum zu passen.

Bergbaustellen, besonders in entlegenen Regionen oder im Untertageabbau, verfügen oft nicht über zuverlässige Diesel-Infrastruktur. CNG vermeidet die logistischen Kosten häufiger Brennstofftransporte und verringert das Diebstahlrisiko von Treibstoff auf isolierten Projekten. Der Untertageabbau profitiert von CNG-Motoren, da sie weniger Kohlenmonoxid und Ruß ausstoßen als Diesel-Äquivalente und so die Luftqualität in geschlossenen Arbeitsräumen verbessern. Der Brennstoff verbrennt auch sauberer, was die Wartung von Partikelfiltern an der Ausrüstung reduziert.

Es gibt Nachteile: CNG-Motoren erbringen weniger Leistung pro Volumeneinheit als Diesel und erfordern größere Hubraumvolumen oder Aufladung, um die Leistung anzugleichen. Die Reichweite zwischen Betankungen ist kürzer, typischerweise 200 bis 400 Kilometer je nach Last und Gelände. Die Leistung bei kaltem Klima verschlechtert sich, da die Gasdichte bei Frost sinkt. Eine Betankungs-Infrastruktur vor Ort (Kompressoren und Speicher) erfordert Kapitalinvestionen und qualifiziertes Fachpersonal zum sicheren Umgang mit Drucksystemen.

CNG-Zylinder erfordern Zertifizierung, regelmäßige Überprüfung und Austausch in definierten Wartungsintervallen, typischerweise 15 bis 20 Jahre je nach Material und Nutzung. Leckverluste an Anschlüssen oder Dichtungen sind ein Sicherheits- und Emissionsrisiko. Bergbaubetreiber, die CNG-Flotten nutzen, müssen Personal in Drucksystem-Verfahren schulen und die Einhaltung von Transport- und Lagerungsvorschriften sicherstellen, die je nach Rechtsordnung unterschiedlich sind. Die Wirtschaftlichkeit begünstigt Langzeitbetrieb an etablierten Standorten statt kurzfristige oder hochmobile Projekte.

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