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Bergbau und Gewinnung

Scram

Englisch: scram

Im kleinen Maßstab in Bergwerken nach Erz graben, besonders in bereits ausgebeuteten Gruben, wo das meiste Erz als abgebaut gilt.

Scram: Kleinmaßstäbliche Nachbearbeitung verarmter Erzlagerstätten

Scram bedeutet, Erz aus Gestein zu gewinnen, das bereits bearbeitet wurde, typischerweise aus alten Gruben oder ausgebeuteten Abschnitten, in denen ein früherer Betreiber die Hauptmenge des abbaubaren Erzes bereits entnommen hatte. Der Scammer, wie der Arbeiter genannt wurde, suchte Abfallgestein durch, folgte dünnen Adern, die größere Betriebe als unwirtschaftlich aufgegeben hatten, oder bearbeitete Abraumhalden erneut, um übersehene Metallkonzentrationen zu finden. Das war Subsistenzbergbau, keine industrielle Förderung.

Scram hing vollständig von der Wirtschaftlichkeit der Lagerstätte und dem Preis des gesuchten Metalls ab. Eine Ader, die zu dünn oder zu niedergradig für eine große Mine war, die mit knappen Gewinnmargen arbeitete, konnte für einen einzelnen Arbeiter oder kleine Mannschaft, die billig lebte und langsam arbeitete, immer noch lohnend sein. Kupfer, Zinn, Blei und Edelmetalle waren alle Ziele von Scrammern. Die Praxis war am häufigsten in bereits ausgebeuteten Hartsteinregionen verbreitet, wo gutes Erz bereits gefunden und abgebaut worden war, aber Randmaterial übrig blieb.

Warum es in der Erinnerung fortbesteht

Scram war weit verbreitet genug in Bergbauregionen des neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts, um Ortsnamen und Ortsgeschichte zu hinterlassen, war aber bis zur Mitte des Jahrhunderts weitgehend verschwunden, als die Mechanisierung selbst Kleinbergbau teuer machte. Der Begriff selbst ist archaisches Industrievokabular, das in der modernen Bergbautechnik selten verwendet wird. Er erfasst eine wirtschaftliche Realität, die es nicht mehr gibt: eine Situation, in der manuelle Arbeit und Geduld eine Randlagerstätte abbaubar machen konnten.

Das Wort Scram selbst hat unklare Ursprünge. Einige Quellen führen es auf Altenglisch oder skandinavische Wurzeln zurück, die Quetschen oder Kratzen bedeuten; andere schlagen vor, es stamme aus Dialektsprache für Kratzen oder Suchen. Seine Bedeutung im Bergbau war immer regional und lokal und nicht standardisiert über das Handwerk hinweg, was einer der Gründe ist, warum es nie Teil des formalen Bergbauvokabulars wurde.

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