Mantel
Englisch: coat
Äußeres Kleidungsstück, das Oberkörper und Arme bedeckt.
Beschichtung: eine zum Schutz auf Oberflächen oder Materialien aufgetragene Schutzschicht
In der Fertigung ist eine Beschichtung eine dünne, durchgehende Materialschicht, die auf einen Untergrund aufgetragen wird, um Schutz, Oberflächenfinish oder funktionelle Eigenschaften zu bieten. Dies unterscheidet sich von der Textilbekleidung und bezieht sich auf die Praxis, Holz, Metall, Kunststoff, Beton oder andere Oberflächen mit Farbe, Lack, Pulver, Wachs, Öl oder speziellen Substanzen zu überziehen. Die Beschichtung haftet auf dem Basismaterial und härtet aus oder verfestigt sich zu einer dauerhaften Schutzbarriere.
Beschichtungen dienen mehreren praktischen Zwecken. Eine Schutzschicht verhindert Rost auf Stahl, UV-Degradation auf Holz oder Korrosion auf Aluminium. Dekorative Beschichtungen bieten Farbe und Oberflächenfinish. Funktionelle Beschichtungen verleihen spezifische Eigenschaften: Rutschfeste Oberflächen auf Treppen oder Rampen nutzen spezialisierte Epoxy- oder Polyurethan-Beschichtungen; chemikalienbeständige Beschichtungen schützen Betonböden in Fabriken; Feuchtsperren auf OSB oder Sperrholz verlängern die Lebensdauer des Materials. Die Schichtdicke variiert von Mikrometern bei Pulverbeschichtungsanwendungen bis zu mehreren Millimetern bei industriellen Epoxy-Systemen.
Applikation und Materialien
Beschichtungen werden durch Spritzen, Streichen, Rollen, Tauchen oder elektrostatische Pulverapplikation aufgetragen, je nach Materialtyp und Verwendungszweck. Übliche Beschichtungsmaterialien sind wasserlösliche Acrylate, lösungsmittelbasierte Polyurethane, Epoxidharze, Polyester, Acryllacke und Wachsemulsionen. Zweikomponenten-Epoxy-Systeme erfordern das Mischen von Härter und Harz unmittelbar vor dem Auftrag. Einige Beschichtungen trocknen durch Lufttrocknung; andere durch Hitze, UV-Licht oder chemische Vernetzung. Die Trocknungszeit reicht je nach Formulierung und Umweltbedingungen von Stunden bis Tagen.
Die Qualitätskontrolle konzentriert sich auf Schichtdicke, Haftung, Härte und Gleichmäßigkeit der Abdeckung. Schlechte Haftung führt zu Abblättern oder Abschälen; unzureichende Dicke lässt Bereiche ungeschützt; eingeschlossene Feuchtigkeit unter der Beschichtung verursacht Blasenbildung. Industrielle Spezifikationen fordern oft Messungen der Trockenfilmdicke (DFT) mit elektronischen Messinstrumenten. Mehrere Schichten können erforderlich sein, mit Schleifen oder Grundierung zwischen den Schichten, um eine ordnungsgemäße mechanische Haftung zu gewährleisten.
Der Begriff stammt von der Kleidung, da sich das Konzept des Überziehens direkt vom Textil auf den Oberflächenschutz überträgt. Im Handwerk sprechen Arbeiter davon, eine Farb- oder Lackschicht aufzutragen, ähnlich wie man Schutzkleidung anzieht, obwohl es hier um die Langlebigkeit des Materials statt um persönliche Wärmung geht.