SpracheEnglishDeutsch
Fertigung

Taftbindung

Englisch: plain-woven

adjectiveFertigung

Einfache Gewebestruktur, auch Leinwandbindung genannt, mit grundlegender Fadenverflechtung.

Leinwandbindung: das einfachste Kreuzungsmuster in Geweben

Leinwandgewebe entstehen dadurch, dass ein einzelner Schussfaden über einen Kettfaden und unter den nächsten läuft, in wechselndem Muster über die Breite. Die nächste Schussreihe kehrt das Muster um, sodass sich die Fäden im rechten Winkel mit maximaler Häufigkeit verschlingen. Das ergibt eine ausgewogene, dichte Bindung ohne Flottungen; der längste zusammenhängende Fadenlauf umfasst nur eine Einheit. Das Ergebnis ist ein Gewebe mit ungefähr gleicher Festigkeit in beide Richtungen und hoher Dimensionsstabilität.

Die mechanischen Eigenschaften von Leinwandgeweben hängen von Fadenzahl, Fasertyp und Fadenzug ab. Eine Leinwandbindung mit 20 Ketten und 20 Schüssen pro Inch in Baumwolle verhält sich anders als 100×100 in der gleichen Faser; dichter konstruierte Gewebe bieten bessere Verschleißfestigkeit, sind aber steifer und schwerer zu falten oder zu drapieren. Synthesefasern wie Polyester oder Nylon in Leinwandbindung bekommen unterschiedliche Eigenschaften: Polyester neigt zu Dauerhaftigkeit und Knitterelastizität, während Nylon Dehnung und Rücksprung unter Spannung bietet.

Wo Leinwandbindung bevorzugt wird

Industrien spezifizieren Leinwandgewebe, wo Struktur und Vorhersagbarkeit wichtiger sind als Raffinesse. Berufsbekleidungstextilien, Canvas, Mull, industrielle Filtermittel und viele Modestoff verwenden Leinwandbindung als Grundlage. Sie ist auf jedem Webstuhl günstig herzustellen und erfordert keine komplexe Fadeneinteilung oder Härtungen. Leinwandbindung nimmt auch Färbungs-, Beschichtungs- und Veredelungsprozesse gleichmäßig an, da die offene Bindungsstruktur eine Durchdringung ermöglicht.

Die Hauptbeschränkung ist die Steifheit und geringere Geschmeidigkeit im Vergleich zu Köper oder Seide, die beide längere Flottungen erzeugen und eine weichere Griff haben. Leinwandgewebe zeigen auch ausgeprägtes Ausfransen an Schnittkanten, weil einzelne Fäden nur einmal kreuzen, bevor sie die Kante erreichen. Bei Anwendungen, die scharfe Definition erfordern, wie beim Schneiderhandwerk, erhalten Leinwandgewebe oft Veredelungsbehandlungen oder werden mit Faserrichtung geschnitten, um den Effekt zu verschleieren.

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