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Bergbau und Gewinnung

Kobbing

Englisch: cobbing

Manuelle Trennung von Mineralen aus Erz mit Hammer.

Klobben: Handsortierung von Erz am Abbauort mit dem Hammer

Klobben ist das Zertrümmern von Erz mit der Hand mittels Hammer und das Entfernen von unerwünschtem Gestein oder Abraum am Abbauort, bevor das Erz abtransportiert wird. Ein Bergmann oder Klöbber sitzt neben dem frisch geförderten Erz und schlägt es mit einem speziellen Hammer, um es entlang natürlicher Bruchebenen zu zerteilen. Anschließend werden die Brocken aus erzlosem Gestein aussortiert, die keine wirtschaftlich verwertbaren Minerale enthalten. Das, was an der Oberfläche als Erz ansteht, ist mit erheblichen Mengen Nebengestein vermischt. Durch Klobben sinkt das Transportgewicht und verbessert sich die Qualität des Materials, das zur Mühle oder Aufbereitungsanlage gelangt.

Der Klobberhammer, auch Klöbberhammer oder Spitzhammer genannt, ist typischerweise ein Werkzeug mit langem Stiel und einem Kopf von etwa 2 bis 3,5 Kilogramm Gewicht. Er besitzt an einer Seite eine Spitze oder Keilform und auf der anderen Seite eine flache oder leicht gewölbte Schlagfläche. Der Bergmann nutzt die Spitze zum Aufhebeln und Aufbrechen entlang der Gesteinsgefüge, während die flache Seite zum sauberen Spalten von Brocken dient. Je nach Erzsorte und Härtegrad sind unterschiedliche Hammermassen und Schlagtechniken erforderlich; hartes Granit oder Kieselgestein erfordert kräftige Schläge, während weichere Materialien wie tongebundene Lagerstätten mit leichteren Hieben bearbeitet werden können.

Historisch wurde das Klobben am Schacht ausgeführt, während das Erz zu Tage kam, später auch an kleinen Sortierplätzen in der Nähe von Tagbaugruben oder unter Tage bei Grubeneingängen. Die Arbeit ist arbeitsintensiv und monoton und erfordert ein gutes Auge, um mineralhaltiges Gestein von offensichtlichem Abraum zu unterscheiden. Im Hartgesteinsbergbau, besonders beim Abbau von Metallerzen, konnte ein erfahrener Klöbber vor dem Transport 40 bis 60 Prozent des Abraums entfernen, was die Kosten erheblich senkte, wenn Gruben entfernt lagen oder der Transport teuer war. Unter Tage wurde das Klobben manchmal bei Lampenlicht in der Abbaukammer selbst durchgeführt, um das Volumen des zerkleinerten Erzes, das durch enge Gänge transportiert wurde, zu verringern.

Rückgang und restliche Anwendung

Mechanische Brecher, Siebe und später Flotationskonzentratoren verdrängten das Handklobben im 20. Jahrhundert. Dichtemediumulmlauf und Röntgensortierung haben die Nachfrage nach dieser Fertigkeit weiter reduziert. Jedoch wird das Klobben noch bei kleineren handwerklichen und alluvialen Abbauverfahren verwendet, besonders in neuen Bergbaudistrikten oder wenn die Erzqualität stark schwankt und die selektive Handauslese die Aufbereitungskosten stärker senkt als automatisierte Verfahren. Im Edelsteinbergbau und bei der Goldgewinnung in einigen Regionen wird das Klobben noch für die erste Qualitätsverbesserung eingesetzt.

Der Begriff stammt vom Hammer selbst, der historisch Klöbbe genannt wurde. Die Herkunft ist unsicher, könnte aber auf alte englische Verwendung von 'cob' für einen rundlichen Brocken oder klumpiges Objekt zurückgehen. In der britischen Bergbausprache ist 'Klobben' neben Begriffen wie 'Ballen' und 'Picken' in den Standardwortschatz eingegangen, die alle manuelle Erzaufbereitungsarbeiten beschreiben, die der maschinellen Verarbeitung vorausgingen.

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