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Drucktechnik

Kolophon

Englisch: colophon

Kennzeichnende Inschrift oder Logo des Druckers oder Verlags am Anfang oder Ende eines Buches, oder auf dem Buchrücken oder Schutzumschlag.

Kolophon: die Druckersignatur in jedem Buch

Ein Kolophon ist das Zeichen, der Textblock oder das Emblem eines Verlegers oder Druckers, das den Hersteller eines Buches kennzeichnet und irgendwo darin erscheint: typischerweise auf der Rückseite des Titelblatts, im hinteren Bereich oder auf dem Buchrücken. Es funktioniert als Markenzeichen und Verantwortungsangabe und unterscheidet die Produktion eines Verlags von der eines anderen. Historisch war es auch ein Ort zur Feststellung von Produktionsdetails: die verwendete Schrift, das Papier, die Bindeart, das Datum, manchmal die beteiligten Handwerker. Moderne Kolophone reichen von einem einfachen Logo bis zu einem Absatz mit technischen Spezifikationen.

Das Wort stammt aus dem Griechischen kolophon und bedeutet Ende oder Gipfel. Frühe Drucker nutzten es, um das Ende eines von ihnen hergestellten Manuskripts zu markieren, ähnlich wie ein Schreiber einen handschriftlich kopierten Text unterzeichnet und datiert hätte. Gutenberg und seine Zeitgenossen fügten ihr Zeichen oder ihre Initialen auf das letzte Blatt. Im 16. Jahrhundert wanderte das Kolophon auf die Titelseite und wurde zur standardisierten formalen Eigentumsmarke des Druckers.

Kolophone befinden sich je nach Verlagspraxis und Buchtyp an verschiedenen Stellen. Handelsverlage platzieren normalerweise ein kleines Logo oder den Namen auf der Vorder- oder Rückseite des Titelblatts. Wissenschaftliche Verlage und Kunstdruckereien reservieren sich oft ein ganzseitiges oder halbseitiges Kolophon auf der Rückseite für Produktionsangaben: Schriftname (zum Beispiel Minion Pro 11 Punkt auf 14), Papierfabrik, Bindeart, Auflage, ISBN und manchmal den Druckort. Verleger von seltenen oder limitierten Auflagen können die Signatur oder die Initialen des Gestalters, Binders oder Druckers eintragen. Ein Kolophon auf dem Rücken besteht normalerweise nur aus dem Verlags-Logo oder den Initialen, begrenzt durch die Breite.

Das funktionale Kolophon ist in der Massenproduktion weniger verbreitet geworden, wo ein einfaches Logo oder der Verlagsname genügt. Aber in Kunstbüchern, literarischen Ausgaben und im traditionellen Druck bleibt das ausführliche Kolophon ein Zeichen handwerklicher Sorgfalt. Es schützt auch vor Fälschungen und dient als Erkennungspunkt: Falls ein Buch ohne Umschlag oder Titelseite gefunden wird, kann das Kolophon seine Herkunft noch verraten.

Im digitalen Publizieren werden Kolophone manchmal auf die Copyright- oder Metadatenseite übertragen, wobei ihr Informationswert sinkt, wenn Produktionsdetails (Schrift, Papier, Bindung) nicht mehr gelten. Sie bleiben hauptsächlich als Authentizitätsmarke und als Aussage des Gestalters oder Verlegers über seine Absicht bestehen.

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