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Industrieelektronik

Composite Video Blanking and Sync

Englisch: composite video, blanking, and sync

Ein standardisiertes Videoformat für ein analoges Bildsignal in der Fernsehübertragung.

Composite Video: Analoges TV-Signal mit eingebackenen Synchronisierungspulsen

Composite Video ist ein einzelnes analoges Signal, das Bildinformationen, Timing-Impulse und Steuerdaten auf einer einzigen Leitung überträgt. Das Signal kombiniert Luminanz (Helligkeit), Chrominanz (Farbe), Austastintervalle und Synchronisierungspulse zu einer standardisierten Wellenform. Dieser gebündelte Ansatz machte Composite Video von den 1950er Jahren bis in die frühen 2000er Jahre zum dominierenden Standard für die Videoverteilung im Consumer- und Industriebereich, da nur ein Koaxialkabel statt mehrerer paralleler Leitungen erforderlich war.

Die Signalstruktur folgt strikten Zeitvorgaben. Austastintervalle sind Pausen, in denen der Elektronenstrahl in einer Kathodenstrahlröhre zur nächsten Zeile oder zum nächsten Feld zurückkehrt; das Videosignal wird dabei auf Schwarz gezwungen, um sichtbare Scanzeilen auf dem Bildschirm zu vermeiden. Synchronisierungspulse sind Spannungsabfälle innerhalb des Austastintervalls, die der Display-Hardware exakt mitteilen, wann jede Zeile und jedes Feld zu zeichnen ist. Im NTSC-Standard (Nordamerika und Japan) erfolgt die Horizontalsynchronisierung alle 63,5 Mikrosekunden; bei PAL und SECAM (europäischer und sowjetischer Standard) alle 64 Mikrosekunden. Die Vertikalsynchronisierung erfolgt einmal pro Feld (etwa 60 Hz bei NTSC, 50 Hz bei PAL). Die Austast- und Synchronisierungsinformationen nehmen etwa 25 Prozent der Bandbreite des Composite-Video-Signals in Anspruch.

Technische Varianten und Impedanz

Composite-Video-Signale liegen typischerweise bei 0,714 Volt Spitze-zu-Spitze (NTSC) oder 0,7 Volt (PAL), gemessen von Austastpegel zu Weiß-Spitzenwert. Das Signal ist auf 75 Ohm impedanzangepasst und mit einem 75-Ohm-Widerstand am Display-Ende terminiert. Gelbe RCA-Stecker wurden zum De-facto-Standard, während BNC-Stecker und Schraubgewinde-F-Stecker in professioneller Rundfunk- und Kabelfernsehausrüstung verbreitet sind. Impedanzfehlanpassungen führen zu Signalreflexionen, die sich als Geisterbilder oder Verschmieren im Bild bemerkbar machen.

Die Hauptschwäche von Composite Video ist Farbverfälschung. Luminanz- und Chrominanz-Daten teilen sich die gleiche Leitung und können sich gegenseitig beeinflussen, besonders bei Farbübergängen oder bei Übertragung über lange Kabelstrecken. Industrielle Systeme, die Composite Video für geschlossene Fernsehsysteme, Überwachung oder maschinelles Sehen nutzen, stoßen häufig auf Farbüberblendungsartefakte, bei denen Farbinformationen in benachbarte Zeilen übergehen. Composite Video kann außerdem keinen Ton übertragen; Audio muss auf einem separaten Kabel oder in einem anderen Frequenzband laufen.

Composite Video wurde schrittweise durch S-Video (Trennung von Luminanz und Chrominanz), Component Video (drei separate Signale) und schließlich digitale Formate wie SDI und HDMI verdrängt. Composite Video bleibt jedoch in älteren Rundfunkgeräten, Industriekameras, medizinischen Anzeigesystemen und Arcade-Spielen verbreitet. Jedes neue System, das heute Composite Video vorsieht, ist in der Regel durch Kosten, Rückwärtskompatibilität oder mangelndes Upgrade-Budget beeinträchtigt, nicht durch technische Vorlieben.

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