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Metallbearbeitung

Kernmarke

Englisch: core print

Ein vorstehender Teil eines Modells, der in der Form eine Vertiefung zur Halterung oder Stabilisierung eines Kerns bildet.

Kernmarke: Positionierungszapfen, die Kerne in der Form halten

Eine Kernmarke ist ein kleiner, erhabener Vorsprung, der in ein Modell eingegossen wird und dazu dient, eine Positionierungsmulde oder einen Sitz in der fertigen Form zu schaffen. Wenn das Modell aus dem Sand gezogen wird, hinterlässt die Kernmarke eine flache Vertiefung, die als mechanische Anschlagstelle fungiert und einen Kern während des Gießens und der Erstarrung in exakter Position hält. Ohne Kernmarken würden lose Kerne während des Metalleinlaufs treiben, verrutschen oder aufschwimmen und die innere Geometrie des Gussteils zerstören.

Kernmarken gibt es in verschiedenen Ausführungen, je nach Form des Kerns und Geometrie der Form. Ein runder Kern erfordert eine runde oder konische Marke; ein rechteckiger oder länglicher Kern braucht eine passende rechteckige Marke. Die Marke ist typischerweise kleiner im Querschnitt als der Kern selbst und erzeugt damit einen Übermaßsitz, der den Kern gegen Bewegung sperrt. Länge und Tiefe der Marke müssen sorgfältig berechnet werden: zu flach und der Kern treift; zu tief und man verschwendet Metall und schafft Schwachstellen, wo der Kern unter Wärmeschock brechen kann.

Lage und Funktion in der Form

Kernmarken treten an beiden Enden eines Kerns auf (oder an mehreren Stellen bei sehr langen Kernen) und sind wenn möglich an oder nahe der Trennfläche positioniert. Sitzt eine Marke auf einer Oberkern- oder Unterkernfläche, entsteht eine einfache Mulde in dieser Formhälfte. Müssen beide Kernenden abgestützt sein und fallen beide Marken auf die Trennfläche, wird die Markenmulde zwischen Oberkern und Unterkern geteilt. Der Markendurchmesser ist üblicherweise 0,25 bis 0,5 Zoll größer als der Kern selbst, um unvermeidliche Sanderosion und Ausdehnung während des Gießens auszugleichen.

Das Markendesign beeinflusst die Gesamtqualität der Form und die Ausbeute des Gusses. Eine schlecht konstruierte oder positionierte Marke kann einen Fehler im Gussteil hinterlassen, wo der Markeneindruck auf die Teoberfläche trifft. Marken, die zu groß sind, verschwenden Schrägungs- und Formenraum und schaffen schwache Formwände. Untermaßige oder schlecht gewinkelte Marken sichern den Kern nicht, was zu Kernversatz, Durchschlag oder Ausschlägen auf der inneren Oberfläche führt. Gießereien, die mit langen Kernen oder schweren Gussteilen arbeiten, nutzen oft mehrere Marken pro Kern oder größere Markenflächen, um die Belastung zu verteilen.

Der Begriff spiegelt seine Funktion wider: die Marke ist buchstäblich der Abdruck des Modells, ein physikalischer Eindruck im Sand. In der Praxis wird das Markendesign bei der Modellplanung festgelegt und ist nach dem Schneiden des Modells nicht mehr verhandelbar. Änderungen erfordern Modellüberarbeitung, daher ist Genauigkeit in der Entwurfsphase entscheidend. Metallurgen und Modellkonstrukteure arbeiten beim Markendesign zusammen, als Teil der Formflusssimulation und Wärmeanalyse bei hochertigen Gussteilen.

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