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Elektrotechnik

Netzabdeckung

Englisch: coverage

Der Bereich, den ein Mobilfunknetz oder anderes Funknetz versorgt.

Abdeckung: das Gebiet, das ein Funknetz tatsächlich erreicht

In der Mobilfunk- und Funktechnik bezeichnet Abdeckung das geografische Gebiet, in dem das Signal eines Senders stark genug ist, um empfangen und genutzt zu werden. Dies wird nicht unter idealen Bedingungen gemessen, sondern im realen Gelände: durch Gebäude, über Hügel und um Hindernisse herum. Ein Sendemast deckt nominell einen bestimmten Radius um sich selbst ab, aber die tatsächliche Abdeckung ist ungleichmäßig und lückenhaft. Die Grenze ist auf einer Karte kein sauberer Kreis.

Die Signalstärke wird in Dezibel relativ zu einem Milliwatt (dBm) quantifiziert. Damit ein Mobiltelefon einen Sprachanruf aufrechterhalten kann, muss das Signal typischerweise etwa -95 bis -100 dBm überschreiten, abhängig vom Standard und den Bedingungen. Datendienste erfordern stärkere Signale, oft -85 dBm oder besser. Unterhalb dieser Schwellen bricht die Verbindung ab oder wird unzuverlässig. Betreiber messen die Abdeckung, indem sie Routen mit Testausrüstung abfahren, Signalpegel protokollieren und Wärmekarten erstellen, die zeigen, wo der Service ausreichend, grenzwertig oder nicht vorhanden ist.

Mobilfunknetze nutzen überlappende Zellen, um durchgehende Abdeckung in einer Region zu schaffen. Jede Funkzelle sendet auf bestimmten Frequenzen (850 MHz, 1900 MHz, 2100 MHz und höhere Bänder in modernen Systemen). Ein Telefon wählt das stärkste verfügbare Signal und wechselt zwischen Masten, während sich der Benutzer bewegt. Abdeckungslücken entstehen in Tälern, Tunneln, dichten Häuserschluchten und abgelegenen Gebieten. Die Innenraumabdeckung ist deutlich schwächer; Beton und Metallständer schwächen Signale erheblich, weshalb In-Building-Systeme und Femtozellen in einigen Geschäfts- und Wohngebäuden installiert werden.

Abdeckung und Kapazität sind unterschiedliche Dinge. Ein Mast kann gute Signalreichweite (Abdeckung) haben, aber unzureichende Bandbreite, um viele gleichzeitige Benutzer zu bedienen (Kapazität). Betreiber setzen oft zusätzliche Träger auf der gleichen Frequenz ein, fügen neue Frequenzbänder hinzu oder installieren mehr Sendemasten, um Kapazitätsmängel zu beheben. Abdeckung ist die Frage, ob man überhaupt ein Signal hat; Kapazität ist die Frage, ob dieses Signal den Datenverkehr bewältigen kann.

Der Begriff wird auch in der Satellitenkommunikation verwendet, wo Abdeckung den Abstrahlungsbereich einer Satellitenantenne bezeichnet. Ein geostationärer Satellit kann einen Kontinent oder ein Meeresbecken abdecken; Satelliten in niedriger Erdumlaufbahn bieten regionale Abdeckung und erfordern Konstellationsverwaltung zur Aufrechterhaltung des globalen Service. Bei terrestrischer Rundfunkübertragung beschreibt Abdeckung das Gebiet, das ein ausreichend starkes Signal von einem Sender empfängt, und in vielen Ländern legen Vorschriften Mindestabdeckungsverpflichtungen für Betreiber fest, die Spektrumlizenzen halten.

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