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Bergbau und Gewinnung

Kuh

Englisch: cow

Ein Bremsblock oder Keil zum Stillsetzen einer Maschine oder eines Wagens.

Cow: ein Keil, der einen beladenen Grubenwagen sichert

Ein Cow ist ein schwerer Holz- oder Metallkeil, der unter das Rad eines beladenen Grubenwagens getrieben wird, um ihn auf den Schienen festzulegen. Im Untertagebau, besonders im Kohlebergbau, stehen beladene Wagen an steilen Böschungen oder auf ebenen Gleisen und warten auf den Transport zur Oberfläche. Ein einzelner Cow, oft ein keilförmiger Block aus Hartholz oder Gusseisen, verhindert, dass der Wagen unter seinem eigenen Gewicht oder dem Gewicht der Last, das 5 Tonnen übersteigen kann, vorwärts rollt. Der Keil wird fest gegen den Radflansch gehämmert.

Der Begriff taucht in Bergbauaufzeichnungen seit dem 19. Jahrhundert auf, doch seine Herkunft ist unklar. Er könnte von der Idee stammen, etwas so vollständig zu sichern, wie man Vieh einsperrt, oder es ist einfach eine umgangssprachliche Kurzform für einen stumpfen, schweren Gegenstand. In einigen Kohleregionen hieß das Gerät auch Scotch oder Chock, obwohl diese Begriffe manchmal auf etwas unterschiedliche Bremsmethoden verweisen.

Cows sind primitiv, aber wirksam. Ein Bergarbeiter trug einen oder mehrere Keile in der Tasche oder am Gürtel und trieb den Cow unter das bergabwärts gelegene Rad eines jeden Wagens, der stillstehen musste. Da Grubenwagen auf Schmalspurgleisen fahren, oft mit abgenutzten oder unregelmäßigen Rädern, variiert die Passung zwischen Rad und Keil. Ein schlecht sitzender Cow konnte unter Vibration oder Lastversatz verrutschen und den Wagen in Bewegung setzen. Korrosion und Beschädigungen am Keil selbst verringerten im Laufe der Zeit seinen Halt.

Die eigentliche Gefahr lag in Selbstgefälligkeit. Ein von einem einzelnen Cow gehaltener Wagen an einer Böschung konnte einen Arbeiter töten, wenn er sich losriss und hinabrollte. Bewährte Praxis erforderte mehrere Keile, einen unter jedem Rad, sowie Ketten oder Stützen als Sicherung an steileren Hängen. In mechanisierten Betrieben ab den 1930er-Jahren, als schwerkraftgetriebene Flaschenzüge und Motorbremsen Standard wurden, fiel der handgesicherte Cow in den Hauptstrecken der Gruben aus dem Gebrauch, hielt sich aber in Trambahnen und auf Ausziehgleisen.

Heute überlebt der Cow hauptsächlich in historischen Betrieben und in der Sprache älterer Bergarbeiter. Moderne Gruben setzen auf mechanische und hydraulische Bremsen, Lastbegrenzer und Schienenbremsstrecken. Doch das Prinzip besteht fort: einen rollenden Wagen mit einem passiven Keil stoppen und es gleich beim ersten Mal richtig machen.

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