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Elektrotechnik

Wechselschalter

Englisch: three-way switch

Lichtschalter, der paarweise angeordnet werden kann, um Leuchten von zwei verschiedenen Orten aus zu steuern, etwa an beiden Enden einer Treppe oder eines langen Flurs; Doppelwechselschalter.

Wechselschalter: Lampe von zwei Stellen aus schalten

Ein Wechselschalter ist ein elektrischer Schalter, mit dem man eine Last (üblicherweise eine Leuchte) von zwei verschiedenen Orten aus ein- und ausschalten kann. Der Name bezieht sich auf die drei Klemmen des Schalters: zwei für die ankommende Stromleiter und eine für den abgehenden Leiter zur Last. Wenn du den Schalter an einer Stelle betätigst, ändert die Leuchte ihren Zustand, unabhängig davon, in welcher Position sich der Schalter an der anderen Stelle befindet. Das unterscheidet sich von einem normalen Einpolschalter, der nur zwei Klemmen hat und eine Last von nur einer Stelle aus schaltet.

Wechselschalter werden immer paarweise verdrahtet. Der Stromkreis benötigt ein drei- oder vieradriges Kabel zwischen den beiden Schaltern; in älteren Installationen kann es sich um ein textilummanteltes Kabel handeln, während moderne Normen einzelne isolierte Leiter in einem Rohr oder Kabelmantel vorschreiben. Der Neutralleiter und der Schutzleiter laufen durchgehend durch beide Schalter, aber der Stromleiter verbindet sich mit einer der Schaltklemmen. Zwischen den Schaltern bilden zwei Leiter, die Verbindungsleitungen genannt werden, die Schleife, die bestimmt, ob Strom zur Leuchte fließt. Jeder Schalter lenkt den Stromleiter durch eine andere Verbindungsleitung.

Varianten und Ausfallarten

Ein Kreuzschalter kann zwischen zwei Wechselschaltern eingebaut werden, um eine Leuchte von drei oder mehr Stellen aus zu schalten. Der Kreuzschalter hat vier Klemmen: zwei für die ankommenden Verbindungsleitungen und zwei für die abgehenden. Er kehrt den Stromkreiszustand jedes Mal um, wenn er betätigt wird. Dimmer, die als Wechselschalter funktionieren, gibt es zwar, sie sind aber seltener und müssen zu kompatiblen Partnerschaltern passen. Verdrahtungsfehler sind die häufigste Fehlerquelle: vertauschte Verbindungsleitungen, eine unterbrochene Verbindungsleitung oder ein an einer Stelle unterbrochener Neutralleiter führen dazu, dass die Schalter unregelmäßig oder gar nicht funktionieren.

Die Bezeichnung ist regional unterschiedlich. In Großbritannien und Commonwealth-Ländern heißt dieser Schalter two-way switch, weil er zwei Positionen (oben und unten) hat und der Stromkreis zwei Schaltstellen besitzt. In Nordamerika hat sich die Bezeichnung Wechselschalter durchgesetzt, weil er drei Klemmen hat. Dieser historische Namensunterschied führt weiterhin zu Verwechslungen in Fachdokumentationen und beim Bestellen von Teilen über Grenzen hinweg.

Wechselschalter sind eine Standardanforderung in Wiring Codes für Wohn- und Gewerbebauten beim Schalten von Leuchten an Treppenhäusern, Flurenden, großen Räumen mit mehreren Eingängen und Außenleuchten mit Schaltern bei verschiedenen Türen. Die Schalter selbst sind günstig und zuverlässig; die Kosten entstehen durch das Verlegen der zusätzlichen Verbindungsleitungen und die aufwendigere Verdrahtungsarbeit. Lockere oder korrodierte Kontakte an den Klemmen sind das Hauptproblem bei älteren Installationen, während bei Neuanlagen falsche Leitungsquerschnitte oder mangelnde Kabelsicherung zu Frühausfällen führen können.

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