Kettenschuss
Englisch: cram
Kettfaden mit mehr als zwei Fäden pro Kamm oder Spaltöffnung des Webkamms.
Cram: zusätzliche Kettfäden, die in eine Blattöffnung gepresst werden
Ein Cram ist ein Webbedingung, bei der mehr als zwei Kettfäden durch eine einzelne Blattöffnung (Zahnteilung) gepresst werden. Bei der Standardpraxis hat ein Blatt Öffnungen in regelmäßigen Abständen, typischerweise eine Öffnung pro zwei Fäden, wodurch die Fadenzahl pro Zoll der Zahndichte des Blattes entspricht. Ein Cram durchbricht dieses Muster, indem zusätzliche Fäden in die gleiche Öffnung gepresst werden.
Gepresste Fäden beanspruchen den Platz, der für einen oder zwei Fäden vorgesehen ist, und erzeugen ein dichter gepacktes Bündel in dieser Öffnung. Die Fäden konkurrieren um den gleichen Raum und können sich kreuzen, verdrehen oder gegenseitig pressen, wenn das Blatt den Schuss während des Webens zurückschlägt. Diese Pressung findet bei jedem Schuss statt und setzt die gepressten Fäden einer höheren Reibung und Belastung aus als Fäden in benachbarten, normal gespaced Öffnungen.
Ursachen und Auswirkungen von Crams
Crams entstehen manchmal absichtlich, um höhere Kettdichten zu erreichen oder um das Fadengewicht ungleichmäßig über die Gewebebreite zu verteilen. Häufiger entstehen sie durch Fehler: ein Webermeister fädelt die Kette falsch ein, eine Blattöffnung wird blockiert oder beschädigt, so dass sich Fäden in benachbarten Öffnungen ansammeln, oder ein Blatt ist verzogen oder falsch ausgerichtet. Sie können auch durch die Verwendung eines Blattes mit weniger Öffnungen entstehen, als die Fadenzahl erfordert.
Die praktischen Folgen sind ungleichmäßige Gewebekanten, gerissene Kettfäden in der Nähe des Crams durch wiederholte Abnutzung, Bereiche mit strafferer oder lockererer Bindung über die Breite und variable Griffigkeit oder Drape des Gewebes. Bei starkem Cramming können sich Fäden im Blatt nicht gerade machen, was Schleifen oder Durchhang in benachbarten Schüssen verursacht. Gecramte Bereiche verschleißen das Blatt auch schneller und können sichtbare Mängel im fertigen Tuch hinterlassen.
Ein Cram unterscheidet sich von einer einfachen Dichteanpassung. Korrektes Hochdichte-Weben verwendet ein feineres Blatt und proportional mehr Fäden pro Öffnung in einem organisierten, gleichmäßigen Muster. Ein Cram ist dagegen lokal begrenzt, unregelmäßig und erzeugt mechanische Belastung anstelle eines absichtlichen Designelements.