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Fertigung

Orangenhaut

Englisch: orange peel

Eine unebene Oberfläche, die Orangenhaut ähnelt, besonders Dellen oder ein mangelhafter Lack auf einem lackierten Objekt wie einem Auto.

Orangenhaut: raue Spritzoberfläche, sollte glatt sein

Orangenhaut ist ein Oberflächenfehler, der als Dellen und unebene Struktur auf einer frisch aufgespritzten Beschichtung auftritt, am häufigsten bei Autolacken, aber auch bei Pulverbeschichtungen, Industrielacken und Polyurethan. Die Oberfläche ähnelt der rauen Haut einer Orange, anstatt flach und glänzend zu wirken. Der Fehler reicht von kaum sichtbarer Rauheit bis zu einer ausgeprägten, strukturierten Oberfläche, die das Licht ungleichmäßig bricht und sich körnig anfühlt.

Der Defekt entsteht, wenn die Spritzertropfen bereits zu trocknen und auszuhärten beginnen, bevor sie zusammenfließen und sich zu einem gleichmäßigen Film nivellieren können. Jeder Tropfen härtet an Ort und Stelle aus und erzeugt einzelne Grate und Täler auf der gesamten Oberfläche. Dies geschieht beim Spritzen vor allem, wenn die Zerstäubung schlecht ist, der Spritzabstand falsch eingestellt ist, der Luftdruck zu hoch ist oder die Umgebungsbedingungen ungünstig sind. Temperatur und Luftfeuchtigkeit beim Spritzen beeinflussen stark, ob die Verdunstung zu schnell oder zu langsam abläuft und damit den Fließvorgang behindert.

Die Verdunstungsgeschwindigkeit des Lösemittels ist entscheidend. Verdunstet das Lösemittel aus dem aufgespritzten Film zu schnell, verfestigen sich die Tropfen, bevor die Oberflächenspannung sie in eine ebene Fläche ziehen kann. Verdunstet es zu langsam, können die Tropfen durchhängen oder verlaufen. Auch die Viskosität des Materials spielt eine Rolle: Ein Beschichtungsmittel, das zu dickflüssig ist, fließt nicht ausreichend, während eines, das zu dünnflüssig ist, möglicherweise keine ausreichende Filmdicke in einem Durchgang erzeugt. Auch der Zustand der Spritzanlage hat einen Einfluss, besonders der Zustand der Düse und der Luftkappe, die Tröpfchengröße und Zerstäubungsmuster bestimmen.

Abhilfe und Vorbeugung

Ist die Orangenhaut einmal entstanden, lässt sie sich nicht einfach durch erneutes Spritzen korrigieren. Die fehlerhafte Schicht muss abgeschliffen, gefiedert oder entfernt werden, dann wird die Oberfläche neu aufgespritzt. Vorbeugung ist deutlich wirtschaftlicher. Die Einhaltung des korrekten Spritzabstands (typischerweise 8 bis 10 Zoll bei Autoarbeiten, je nach Ausrüstung und Material), die Verwendung des richtigen Luftdrucks für den Beschichtungstyp und die Anpassung der Pistolengeschwindigkeit und des Überlapps an die Fließeigenschaften des Materials minimieren den Fehler. Die Überprüfung und Einstellung der Spritzpistolenbauteile und die Verdünnung der Beschichtung auf die richtige Viskosität für die Anwendung sind wesentlich. Umweltkontrollen in einer Spritzanlage, einschließlich Temperaturhaltung zwischen 18 und 24 Grad Celsius und Kontrolle der relativen Luftfeuchtigkeit, verringern auch das Auftreten von Orangenhaut.

Orangenhaut unterscheidet sich von anderen Spritzfehlern wie Läufern, Durchhängen oder Kratern, die jeweils unterschiedliche Ursachen und Lösungen haben. Sie ist am problematischsten in optisch kritischen Anwendungen wie beim Autolackieren, wo selbst eine leichte Orangenhautstruktur abgelehnt wird. Bei Industrie- und Funktionsbeschichtungen kann eine leichte Orangenhaut akzeptabel sein, wenn sie Haftung oder Korrosionsschutz nicht beeinträchtigt. Der Ausdruck selbst stammt von der visuellen und taktilen Ähnlichkeit mit der rauen Oberfläche der Frucht, und diese Analogie ist auf dem Boden nützlich für schnelle Kommunikation über Oberflächenqualität zwischen Anwendern und Inspektoren.

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