Daisywheel-Drucker
Englisch: daisywheel printer
Drucker, der durch Anschlag von geformten Zeichen aus einer rotierenden Scheibe auf das Papier druckt; seit dem späten 1980er Jahren obsolet.
Daisywheel-Drucker: Schlagdrucker, der Buchstaben durch Radrotation erzeugte
Ein Daisywheel-Drucker ist ein Schlagdrucker, der Zeichen erzeugt, indem ein Rad mit erhabenen Typensätzen rotiert wird. Jeder Satz ist wie ein kompletter Buchstabe oder eine Ziffer geformt und schlägt gegen ein Farbband auf das Papier. Das Rad ähnelt einer Gänseblümchenblüte, daher der Name. Anders als bei einer Schreibmaschine mit festem Zeichensatz dreht sich das gesamte Rad, um vor jedem Tastenschlag das benötigte Zeichen an die Hammerschlagposition zu bringen. Das macht es zu einem Kompromiss zwischen der starren Mechanik herkömmlicher Drucktypen und der Flexibilität späterer Technologien.
Das Rad selbst hatte normalerweise einen Durchmesser von 3 bis 4 Zoll und war aus Kunststoff oder leichtem Metall gefertigt. Es trug 88 bis 100 Zeichen, die radial um seinen Rand angeordnet waren. Die übliche Anordnung umfasste Groß- und Kleinbuchstaben, die Ziffern 0, 9 und Satzzeichen. Um ein einzelnes Zeichen zu drucken, rotierte das Rad, bis der richtige Satz mit einem federgestützten Hammer und einer Farbbandkassette ausgerichtet war. Der Hammer schlug dann zu und trieb das Zeichen in das Farbband und auf das Papier. Die Druckqualität war scharf und gleichmäßig, typischerweise 10 oder 12 Zeichen pro Zoll, was diese Maschinen für geschäftliche Korrespondenz beliebt machte, wo das Erscheinungsbild wichtig war.
Daisywheel-Drucker waren von Mitte der 1970er bis in die 1980er Jahre häufig in Büroumgebungen anzutreffen, besonders zusammen mit Textverarbeitungsanlagen und frühen Personal Computern. Sie waren begehrt für die Erzeugung von Schriftqualitätsausgaben mit austauschbaren Rädern, die Schriftartwechsel ohne mechanische Umkonfiguration ermöglichten. Sie waren allerdings langsam, typischerweise 25 bis 50 Wörter pro Minute, und laut wegen des ständigen mechanischen Hammerns. Geschwindigkeit und Lautstärke stiegen beide erheblich mit zunehmender Textmenge, was sie für Hochvolumen-Druck oder Dauerbetrieb unpraktisch machte.
Daisywheel-Drucker wurden in den 1980er Jahren schnell von Nadeldrucker verdrängt, die schneller und billiger waren, und später von thermischen und Tintenstrahl-Technologien, die bei weitaus höheren Geschwindigkeiten akzeptable Qualität lieferten. Ende der 1980er Jahre war der Daisywheel wirtschaftlich veraltet. Der Begriff lebt hauptsächlich in historischer Dokumentation und im Fachvokabular älterer Industriesysteme weiter; seltene Geräte funktionieren noch in spezialisierten Anwendungen, wo mechanische Einfachheit und zeichenweiser Betrieb von Vorteil sind.
Das Designprinzip des Daisywheel beeinflusste später entwickelte Zeichendruckkonzepte, entwickelte sich aber nicht weiter. Moderne Schlagdrucker verwenden bei noch vorhandener Nutzung effizienter arbeitende Trommel- oder Kettenmechanismen. Der Daisywheel bleibt ein Lehrbuchbeispiel für die Entwicklung mechanischer Drucker und taucht gelegentlich in Diskussionen über die Geschichte von Eingabe- und Ausgabe-Peripherie auf.