Dakota
Außer Flugbereitschaft; Luftzielwaffe nicht einsatzfähig.
Dakota: Flugzeug außer Dienst für Munitionsarbeiten
In der Luftfahrtwerkstatt ist Dakota ein Fachbegriff für ein Flugzeug, das am Boden steht und nicht einsatzbereit ist, weil es gerade mit Luft-Boden-Munition beladen, entladen oder kontrolliert wird. Der Begriff stammt aus der Militäraviatik, wo bewaffnete Flugzeuge in gesicherten, abgetrennten Bereichen abseits der Flugschiene aufgestellt werden müssen. Ein Dakota ist praktisch aus dem aktiven Bestand genommen, bis die Munitionsarbeiten abgeschlossen und das Flugzeug für den Start oder die Einlagerung freigegeben sind.
Die Sperrung dient mehreren Sicherheits- und Sicherungszwecken. Munitionsflächen sind räumlich von Hangars, Tankstellen und besiedelten Arbeitsbereichen getrennt, um mögliche Explosionen einzudämmen. Während dieser Zeit kann das Flugzeug nicht rollen, starten oder am normalen Wartungsablauf teilnehmen. Rüstungsmeister und Munitionsfachleute arbeiten nach strengen Richtlinien, die oft vorsehen, dass sich keine anderen Personen in einem bestimmten Umkreis aufhalten dürfen. Die Isolierungszeit kann je nach einfacher Beladung wenige Stunden oder bei komplexen Munitionskonfigurationen oder ausführlichen Inspektionen einen ganzen Tag und länger dauern.
Der genaue Ursprung von Dakota als Munitionsjargon ist unter erfahrenen Technikern umstritten. Einige führen ihn auf die Douglas C-47 Dakota zurück, ein zuverlässiges Transportflugzeug, das in verschiedenen Einsatzgebieten häufig für bewaffnete Operationen umgebaut wurde und daher regelmäßig Munitionsarbeiten in seinem Wartungszyklus erforderte. Andere vermuten, dass der Begriff aus Lautschrift oder Abkürzungen entstanden ist, die mittlerweile in Vergessenheit geraten sind und nur noch der Fachbegriff selbst übrig blieb. In jedem Fall wird er überwiegend in der Militäraviatik und in Werkstätten der Rüstungsindustrie verwendet, weniger in der Zivilluftfahrt.
Bodenpersonal verfolgt den Dakota-Status genau, weil er sich unmittelbar auf die Flugzeugverfügbarkeit und Missionsplanung auswirkt. Wartungskontrollsysteme können ein Flugzeug als Dakota kennzeichnen, um vorzeitige Besatzungsbriefings oder Betankungen zu verhindern. Der Begriff ist in der Luftfahrtwirtschaft weniger verbreitet, wo Munitionsarbeiten selten anfallen, bleibt aber in Militärwerkstätten, bei Rüstungsunternehmen und in Streitkräften, die Kampfflugzeuge mit regelmäßigen Munitionshandhabungsaufgaben betreiben, stark präsent.