FL
Abkürzung für Flugfläche.
FL: Flughöhe gemessen in Hunderterfüßen über einem Standarddruckdatum
Ein Flight Level ist eine Standardflughöhenreferenz in der Luftfahrt, die die Abhängigkeit vom tatsächlichen Luftdruck auf Bodenniveau beseitigt. Statt die Höhe über dem Meeresspiegel anzugeben (die sich mit dem Wetter ändert), verwenden Piloten und Fluglotsen Flight Levels, also Druckflughöhen, die auf ein Standarddatum von 29,92 Zoll Quecksilber (oder 1013,25 Hektopascal) kalibriert sind. Flight Level 350, geschrieben als FL350, bedeutet 35.000 Fuß über dieser Referenzdruckfläche, unabhängig davon, wie hoch der tatsächliche Luftdruck an diesem Tag ist.
In der Praxis muss jedes Flugzeug in oder oberhalb von 18.000 Fuß sein Höhenmesser auf das Standarddatum einstellen und seine Position mit Flight Levels statt mit Höhe über dem Meeresspiegel angeben. Unterhalb von 18.000 Fuß nutzen Piloten lokale Höhenmessereinstellungen. Diese Übergangshöhe variiert je nach Land und Region; in den USA liegt sie bei genau 18.000 Fuß, Europa verwendet jedoch andere Werte. Das System entfällt die ständigen Korrektionen, die nötig wären, wenn jedes Flugzeug die Höhe von seinem lokalen Bodenniveau aus messen würde.
Flight Levels werden in den meisten Ländern üblicherweise in Schritten von 500 Fuß eingeteilt (FL300, FL305, FL310), wobei einige Regionen in weniger belastetem Luftraum auch 1.000-Fuß-Abstände erlauben. Bei Langstreckenflügen werden üblicherweise Flight Levels zwischen FL250 und FL450 verwendet, wobei die gewählte Höhe von Windverhältnissen, Flugzeuggewicht und Treibstoffeffizienz abhängt. In Wartungsunterlagen und Flugplänen werden Flight Levels ausgiebig eingetragen, um Einsatzgrenzen und Betriebsgrenzen zu dokumentieren.
Die Bezeichnung selbst ist einfach: es ist die Höhe, in der ein Flugzeug fliegt, ausgedrückt als Kurzform der Druckflughöhe. Das FL-Präfix ist in der kommerziellen Luftfahrt universell bekannt und ist Bestandteil der Standardverfahren von ICAO und FAA. Mechaniker und Ingenieure begegnen Flight Levels vor allem beim Überprüfen von Wartungsbegrenzungen, Leistungsdatenblättern und Spezifikationen des Druckaufbausystems, die definieren, wie hoch und wie sicher ein Flugzeug betrieben werden kann.