Totzone
Englisch: dead zone
Ein Bereich, in dem Mobiltelefone nicht funktionieren, weil keine Basisstation oder Repeater in der Nähe vorhanden ist.
Funkloch: Wo dein Signal einfach aufgibt
Ein Funkloch ist ein geografisches Gebiet, in dem Mobilfunksignale zu schwach sind, um eine Verbindung zu halten, normalerweise weil keine Basisstation oder kein Repeater in wirksamer Reichweite vorhanden ist. Das Telefon zeigt möglicherweise keine Balken an, verliert das Signal vollständig oder bricht Anrufe wiederholt ab. Funklöcher entstehen in Tälern, hinter Hügeln, in großen Gebäuden, in Tunneln oder einfach in abgelegenen Gebieten, in denen Betreiber keine Infrastruktur bereitgestellt haben.
Die Signalstärke folgt dem Abstandsquadratgesetz: Die Leistung nimmt mit dem Quadrat der Entfernung vom Sender ab. Eine Basisstation kann in offenem Gelände je nach Frequenz und Antennenhöhe einen Radius von etwa 2 bis 5 Kilometern wirksam versorgen, aber diese Reichweite schrumpft dramatisch in urbanen Schluchten oder wenn der Ausbreitungsweg blockiert ist. Bei Frequenzen über 2 GHz absorbieren oder reflektieren Gebäude und Gelände das Signal so stark, dass ein Funkloch so klein wie ein einzelner Raum oder Keller sein kann.
Mobilfunkbetreiber messen Funklöcher durch Fahrtests: Techniker fahren Teststrecken mit Signalüberwachungsgeräten ab und kartografieren Abdeckungslücken. Eine Zone wird typischerweise als Funkloch eingestuft, wenn das Signal auf etwa minus 120 dBm fällt, den Schwellenwert, bei dem die meisten Telefone nicht an eine Basisstation ankoppeln können. Urbane Funklöcher sind teuer zu beheben, da eine Kapazitätserweiterung neue Funkzellen oder Small Cells erfordert, die Grundstücke, Backhaul-Infrastruktur und behördliche Genehmigung benötigen. Ländliche Funklöcher sind oft wirtschaftlich unrentabel und können auf unbestimmte Zeit unversorgt bleiben.
Der Begriff spiegelt die Perspektive des Betreibers wider: eine Zone, die keinen Umsatz generiert, weil Kunden dort keinen Service nutzen können. Netzwerkplaner verwenden "Abdeckungsloch" und "Lücke" als Synonyme, wobei Funkloch den absoluten Ausfall stärker betont als eine geringfügige Schwäche. Repeater, Femtozellen oder verteilte Antennensysteme können kleine Funklöcher füllen, aber die Abdeckung in schwierigem Gelände erfordert oft, die Basisstation selbst zu versetzen.
Funklöcher unterscheiden sich von Soft-Handoff-Zonen, in denen zwei Basisstationen ein Gebiet versorgen und der Handover schrittweise erfolgt. Sie unterscheiden sich auch von Überlastungszonen, in denen Signale vorhanden sind, aber die Kapazität erschöpft ist. Wetter und Vegetation können vorübergehend Funklöcher durch zusätzliche Dämpfung erzeugen; permanente Funklöcher entstehen durch Geografie oder erfordern Infrastrukturinvestitionen.