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Bahntechnik

Totgewicht

Englisch: dead weight

Das Gesamtgewicht eines unbetriebenen Zuges, der von der Lokomotive angetrieben oder gezogen wird; eine mitgezogene Lokomotive ist ein Totgewicht.

Totlast: Masse, die gezogen werden muss, nicht selbst angetrieben wird

Totlast im Eisenbahnbetrieb bezeichnet jede Masse, die befördert wird, aber selbst keine Zugkraft erzeugt. Dazu gehören unbemotorisierte Wagen und sogar eine geschleppte Lokomotive. Die ziehende Lokomotive oder die ziehenden Lokomotiven müssen den Rollwiderstand und den Steigerungswiderstand der gesamten Totlast überwinden, um Geschwindigkeit und Fahrplan zu halten.

Der Begriff taucht vor allem im Güter- und Mischverkehr auf. Ein 100-Wagen-Zug mit gefüllten Schüttwagen kann insgesamt 12.000 Tonnen wiegen; jede Tonne ist Totlast, die die Zuglok oder die Zugloks bewegen muss. Wenn eine zweite Lokomotive im Zug mitläuft, aber nicht aktiv belastet wird (nur zum Bremsen oder als zusätzliche Masse), zählt auch sie zur Totlast. Bei Steigungen über 2 Prozent wird die Totlast zum maßgebenden Engpass; der Betrieb muss die Tonnage reduzieren oder zusätzliche Kraft einsetzen.

Totlast unterscheidet sich grundsätzlich von Haftwicht und Triebwicht. Haftwicht ist das Gewicht auf den angetriebenen Rädern, das Reibung zwischen Schiene und Rad erzeugt; eine Lokomotive kann nur eine Last ziehen, die ungefähr ihrem Haftwicht mal einem Koeffizienten entspricht, typisch 0,25 auf sauberer Schiene. Totlast ist die absolute Masse, die bewegt werden muss. Ein langer Zug mit schweren Wagen kann die verfügbare Zugkraft übersteigen, was den Einsatz von verteilter Kraft erforderlich macht, die eine Lokomotive in der Mitte oder am Ende des Zuges platziert.

Auf Nebenbahnen und Werksgleisen mit schlechter oder verschlissener Schiene verursacht übermäßige Totlast beschleunigten Verschleiß und Unterbodenschäden. Rangierbahnhöfe berechnen die Totlast, um die Leistungsfähigkeit ihrer Rangiermaschinen zu bestimmen. Eine 40-Tonnen-Sattellokomotive kann 300 Tonnen Wagen auf einem Gefälle von 1:50 nicht bewegen, unabhängig davon, ob sie genug Brennstoff und Sand im Kessel hat.

Das Konzept ist uralt in der Eisenbahn, wurde aber als kritische Planungsgröße mit der Entwicklung von Zugplanungssoftware und Tonnage-Leistungstabellen unverzichtbar. Jede Strecke hat eine veröffentlichte Totlast-Kapazität, die von der kritischen Steigung, der Schienenform und der verfügbaren Zugkraft abhängt. Die angegebene Kapazität zu überschreiten führt zu Bremsausfällen, Geschwindigkeitsverlust und Betriebsverzögerungen, die sich im ganzen Netz ausbreiten.

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