Luftschicht
Englisch: dead-air space
Ein versiegelter Luftraum in einem Hohlraum einer Außenwand.
Totraum: eingeschlossene Luft, die durch Ruhestellung isoliert
Ein Totraum ist eine versiegelte Lufttasche in einer Hohlschicht, normalerweise zwischen zwei Ziegelschalen oder zwischen einer Ziegelmauer und einer inneren Wandoberfläche. Die eingeschlossene Luft zirkuliert nicht und tauscht sich nicht mit der Außenseite aus; sie bleibt durch die umgebende Konstruktion an Ort und Stelle, üblicherweise Beton, Ziegel oder starre Dämmplatten rundum.
Der Wärmewert eines Totraums beruht auf der schlechten Wärmeleitung von Luft. Wenn Luft nicht bewegt werden kann, hört Konvektion auf und Wärmeleitung verlangsamt sich dramatisch. Eine typische versiegelte Luftschicht von 25 bis 50 mm erreicht einen R-Wert um 0,5 bis 1,0 pro Zoll, je nachdem, ob die Luft vollkommen still ist und wie dicht die Schicht versiegelt ist. Größere Hohlräume werden weniger wirksam, weil Luft anfängt, intern zu zirkulieren; engere Hohlräume verlieren Leistung, wenn Feuchte oder Wärmebrückenbildung bedeutsam wird. Die Wirksamkeit verschlechtert sich, wenn die Luftschicht teilweise mit Mörtelverschmierungen, Staub oder Wasser gefüllt wird.
In der Praxis ist es wichtig, Totraum von belüfteten Hohlschichten zu unterscheiden. Eine belüftete Hohlschichtmauer, häufig in britischer und europäischer Bauweise, hat horizontale oder vertikale Luftkanäle, die Feuchte ablaufen lassen und Luftbewegung ermöglichen; dies dient einem anderen Zweck (Regenentwässerung und Dampfmanagement) und hat niedrigere Isolationswerte. Ein echter Totraum muss an den Kanten, oben und unten versiegelt sein, um Luftzirkulation zu verhindern. Moderne Hohlschichtwände verwenden oft starre Schaumstoffplatten oder Mineralwolle in der Hohlschicht statt sich nur auf Luft zu verlassen, aber Lufttaschen können sich noch immer bilden, wenn die Montage unvollständig ist.
Toträume entstehen in massiven Ziegelmauern mit Hohlschicht, in vorgefertigten Betonpaneelen mit Luftspalt zwischen den Schalen und manchmal hinter äußerer Bekleidung auf Holzrahmen. Sie entstehen auch unbeabsichtigt in schlecht verlegten oder älteren Wandsystemen, wo Dämmstoffe von den Hohlschichtkanten abgesackt sind und Lufthohlräume zurücklassen. Diese unbeabsichtigten Lücken können Wasserdampf einschließen und Frost-Tau-Schäden werden zum Ausfallmechanismus in kalten Klimazonen.
Die Einfachheit des Begriffs verdeckt ein echtes Problem: Die Leistung eines Totraums hängt völlig davon ab, ob er wirklich tot und trocken bleibt. Sobald Wasser in eine versiegelte Hohlschicht eindringt, ist Luft nicht mehr die isolierende Schicht; nasse Oberflächen und langsame Verdunstung senken den R-Wert und schaffen Risiko für Frostschäden am Mauerwerk. Bauordnungen in feuchten Klimaten beschränken daher die Abhängigkeit von reinen Lufthohlschichten und fordern entweder mechanische Belüftung, Entwässerungsvorsorge oder durchgehende Dämmung, um Kondensation und Wasseransammlung zu verhindern.