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Kfz-Technik

DIC

Initiales Driver Information Centre, das Fahrerinformationszentrum.

DIC: die Nachrichtenschnittstelle des Armaturenbretts zum Fahrer

Das Fahrerinformationssystem ist ein spezielles Anzeigemoddul, das in oder neben dem Instrumententräger eingebaut ist und dem Fahrer Echtzeit-Betriebsdaten und Diagnosewarnungen übermittelt. Anders als der Tachometer und die Kraftstoffanzeige, die einzelne Größen messen, führt das DIC Informationen aus mehreren Fahrzeugsystemen, Steuergeräten und Sensoren zusammen und gibt sie als priorisierte Meldungen aus. Es fungiert als primäre Mensch-Maschine-Schnittstelle für unkritische Warnungen, Effizienzangaben und Systemstatus.

Moderne DICs sind fast immer LCD- oder LED-Dot-Matrix-Displays, in der Regel in der Mitte des Armaturenbretts zwischen dem Drehzahlmesser und dem Tachometer angebracht oder direkt in ein konfigurierbares digitales Instrumentenfeld integriert. Die Displaygröße reicht von wenigen Textzeilen auf Sparmodellen bis zu mehrzeiligen monochromen oder farbigen Bildschirmen bei besser ausgestatteten Fahrzeugen. Das DIC empfängt CAN-Bus-Signale vom Motorsteuergerät, der Getriebesteuerung, dem Fahrzeugsteuergerät und anderen vernetzten Steuergeräten und dekodiert sie in lesbare Meldungen in der gewählten Sprache des Fahrzeugs.

Typische DIC-Funktionen und Warnungen

Ein typisches DIC zeigt Kraftstoffverbrauch (Augenblicks- und Durchschnittswert), Reichweite, Außenlufttemperatur, Durchschnittsgeschwindigkeit, verbleibende Motoröllebensdauer, Reifendruckstatus, Serviceintervall-Zählerstände und Fehlercodes aus Abgas- oder Motorsteuersystemen an. Bei Fahrzeugen mit Automatikgetriebe kann es auch Getriebetemperatur, Batteriespannung oder adaptiven Lichtstatus zeigen. Warnmeldungen sind normalerweise priorisiert: niedriger Kraftstoffstand wird vor Serviceerinnerungen angezeigt. Einige Fahrzeuge ermöglichen dem Fahrer die Anpassung der angezeigten Felder über Lenkradschalter oder ein Bordmenü.

Fehler im DIC selbst sind häufig, da das Display Temperaturextremen, Feuchtigkeitseintritt und Vibrationen ausgesetzt ist. Pixelausfälle, Ausfälle der Hintergrundbeleuchtung und Kommunikationsfehler mit dem Fahrzeugsteuergerät sind typische Ausfallarten. Ein leeres oder flimmerndes DIC beeinträchtigt die Fahrzeugsicherheit oder Fahrbarkeit nicht, aber der Ausfall kann echte Fehlercodes verbergen, die sonst die Kontrollleuchte des Motors auslösen würden. Der Austausch erfordert normalerweise den Ausbau des Instrumententrägers und manchmal eine Neuprogrammierung der Software des Anzeigemoduls, um es an die Fahrzeugkonfiguration anzupassen.

Der Begriff ist primär im Nordamerikanischen und Britischen Englisch verbreitet (driver information centre). Europäische und japanische Hersteller verwenden oft alternative Bezeichnungen wie Multi-Information-Display, Bordcomputer oder Fahrerassistenzanzeige, wobei die Funktionalität im Großen und Ganzen gleichwertig ist. Das DIC entwickelte sich in den 1980er Jahren aus einfachen Bordcomputern, die Kraftstoffverbrauch und Fahrzeit erfassten, zu dem integrierten Diagnose- und Überwachungstool, das heute in den meisten Fahrzeugen mit vernetztem Antriebsstrang zu sehen ist.

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