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Werkstattsprache und Slang

Diff-Lock

Englisch: diff lock

Sperrweiter Differenzial.

Differentialsperre: zwingt beide Achswellen zur gleichen Drehzahl

Eine Differentialsperre ist ein Mechanismus, der die linke und rechte Achswelle an einer Fahrzeugachse mechanisch koppelt und sie zwingt, mit identischer Geschwindigkeit zu rotieren. Im Normalbetrieb ermöglicht ein offenes Differential, dass jedes Rad mit unterschiedlichen Drehzahlen läuft, was für das Kurvenfahren notwendig ist. Eine Differentialsperre hebt das auf und verriegelt die Wellen starr, so dass beide Räder unabhängig von Griffigkeitsunterschieden zwischen ihnen gleiches Drehmoment erhalten.

Die häufigste Bauart verwendet einen Schiebekragen oder ein Lamellensatz, das von einem Hebel, Seil oder elektrischen Solenoid aus der Kabine betätigt wird. Manuelle Sperrdifferenziale, zu finden bei Nutzfahrzeugen und Geländefahrzeugen, werden mit einem mechanischen Hebel eingegriffen. Druckluft- und elektrobetriebene Varianten sind bei schweren Maschinen, Kipplastern und Bergbaufahrzeugen verbreitet. Einige Ausführungen nutzen Schrägverzahnungen oder Sperrkörper, die bei extremem Drehmoment automatisch verriegeln. Die Betätigung dauert weniger als eine Sekunde und erzeugt ein hörbares Klicken, wenn die Sperrklinken oder Zähne in Position einrasten.

Wann und warum es wichtig ist

Eine Differentialsperre ist unverzichtbar bei ungleichmäßiger Bodenhaftung: Schlamm, Schnee, Steine oder steile Hänge auf einer Seite. Ohne Sperre dreht das Rad mit weniger Grip frei, während das andere Rad nur minimales Drehmoment erhält, und das Fahrzeug bleibt stecken. Einmal gesperrt, treiben beide Räder die Last gleichmäßig an. Deshalb sind Differentialsperren Standard bei Landmaschinen, Forstausrüstung und Baumaschinen, die auf schwierigem Gelände arbeiten. Bei Straßenfahrzeugen wird eine Sperre nur gelegentlich eingesetzt und vor normaler Fahrt wieder deaktiviert, da sie zu Reifenrutschen und Fahrunstabilität auf der Straße führt.

Der Kompromiss ist real: Fahrtverhalten auf der Straße wird nervös und Reifenverschleiß beschleunigt sich. Das Sperren beider Räder hebt auch den automatischen Geschwindigkeitsausgleich auf, der normalerweise verhindert, dass ein Reifen beim Kurvenfahren seitwärts rutscht. Aus diesem Grund werden Sperrdifferenziale typischerweise nur bei Festfahren oder in extremen Langsamfahrmanövern verriegelt und dann sofort wieder freigegeben, sobald die Bodenhaftung besser wird.

Der Begriff "Differentialsperre" ist universelle Werkstattsprache; der vollständige Name "Sperrdifferenzial" wird in formalen Unterlagen verwendet. Ältere Maschinen nutzen manchmal regionale Bezeichnungen wie "Sperre" oder "Lockup". Der Mechanismus ist seit den Anfangstagen von Allradfahrzeugen in Verwendung und bleibt eines der einfachsten und zuverlässigsten Traktionshilfsmittel, die es gibt.

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