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Bergbau und Gewinnung

Dressierhaue

Englisch: dresser

Eine Art Pickel zum Behauen großer Kohle.

Schleifer: ein Pickel zum Zuschneiden von Rohkohle auf die richtige Größe

Ein Schleifer ist ein spezialisierter Pickel, der im Kohlebergbau verwendet wird, um große Kohlebrocken zu zerbrechen und in kleinere, handlichere Stücke zu formen. Im Gegensatz zu einem gewöhnlichen Bergbaupickel hat der Schleifer einen schmalen, meiselartigen Kopf, der präzise Schläge liefert, die Kohle entlang ihrer natürlichen Schwachstellen spalten, anstatt sie zufällig zu zerschmettern. Das Werkzeug war im handwerklichen Bergbau unverzichtbar, wo Kohle so zerkleinert werden musste, dass sie in Eisenbahnwaggons und gemäß Kundenangaben passte.

Der Schleifer unterscheidet sich von einem Spitzpickel sowohl in der Kopfgeometrie als auch in der Technik. Während ein Spitzpickel die Kraft auf einen einzelnen Punkt konzentriert, hat ein Schleifer eine abgeflachte, keilförmige Schlagkante. Dies ermöglicht dem Bergmann, entlang einer Faser oder Bruchstelle im Kohleflöz zu arbeiten und übergroße Brocken schrittweise zu verkleinern. Ein erfahrener Schleifer-Arbeiter konnte ziemlich gleichmäßige Kohlekörnungen mit minimalem Staub und Verschnitt erreichen, was zählte, wenn Käufer bestimmte Größenklassen festlegten und Kohle nach Gewicht verkauft wurde.

Varianten und Anwendung

Der Schleiferkopf wog normalerweise 4 bis 6 Pfund und war auf einen Holzstiel von etwa 3 bis 4 Fuß Länge aufgesetzt. Einige Zechen gaben Schleifer mit leicht unterschiedlichen Schneidwinkeln oder Gewichten aus, um die örtliche Kohlegeologie zu berücksichtigen. In starken Flözen konnte ein Bergmann einen Schleifer im Stehen handhaben; in dünnen Flözen aus hockender oder liegender Position. Die Arbeit erforderte Geschick, um übermäßige Grusbildung (kleine Kohle und Staub) zu vermeiden, die sich schwerer verkaufte.

Der Name spiegelt die Funktion des Werkzeugs wider: die Kohle auf die gewünschte Größe und Qualität zu dressieren oder fertigzustellen, ähnlich wie ein Schleifer in der Steinbearbeitung einen rohen Block fertigstellt. In Gruben, wo mechanisierte Kohlebrecher Anfang des 20. Jahrhunderts eingeführt wurden, setzte sich das handwerkliche Dressieren fort, da abgebaute Kohle vor dem Abtransport an die Oberfläche immer noch zerkleinert werden musste. Der Schleifer blieb in britischen und europäischen Zechen bis weit in die 1950er Jahre hinein verbreitet, auch wenn angetriebene Brecher und Siebe die Handarbeit allmählich ersetzten.

Der Verschleiß der Schleiferkante war schnell; ein scharfer Schleifer wurde nach einer Schicht schwerer Benutzung stumpf. Grubenhandwerker bearbeiteten und härteten die Werkzeugköpfe regelmäßig neu. Ein stumpfer Schleifer zehrte nicht nur den Bergmann auf, sondern erzeugte auch mehr Grus und Verschnitt. Die Wirksamkeit des Werkzeugs hing ganz vom Urteilsvermögen des Bedienungsmannes ab, wo und wie hart zuschlagen war, was erfahrene Kohlegewinner wertvoll machte, obwohl die Arbeit in der Bezahlung als ungelernt eingestuft wurde.

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