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Bahntechnik

Klappenster

Englisch: drop light

Ein Fenster in einem Eisenbahnwagen, das durch Herunterschreiben in die Tür geöffnet wird.

Absenkfenster: ein Schiebefenster, das nach unten in die Tür gleitet

Ein Absenkfenster ist ein Seitenfenster in Fahrgasttüren von Eisenbahnwagen, das durch Herunterdrücken des oberen Rahmens betätigt wird, sodass dieser in eine Nut oder einen Kanal im Türrahmen gleitet. Wenn es vollständig heruntergelassen ist, sitzt die Scheibe bündig in der Türstruktur und lässt eine offene rechteckige Öffnung frei. Dies war das Standard-Lüftungs- und Kommunikationssystem in Eisenbahnwagen, bevor dichte, klimatisierte Kabinen zur Norm wurden.

Der Mechanismus funktioniert über ein einfaches Nuten- oder Schienensystem, das in beide Seiten des Türrahmens gefräst ist, normalerweise aus Holz oder Aluminium, wobei der Rahmen auf Metallführungen oder Filzstreifen läuft. Das Gewicht der Scheibe und des Rahmens sorgt für ausreichend Reibung, um das Fenster in jeder beliebigen Position zu halten, obwohl einige Ausführungen einen Riegel oder eine Rastervorrichtung hatten, um unbeabsichtigtes Schließen zu verhindern. Im Gegensatz zu einem typischen Schiebefenster mit Gegengewicht hat das Absenkfenster kein Gegengewichts- oder Flaschenzugsystem, was es leichter und günstiger in der Herstellung macht.

Absenkfenster erfüllten an älteren Fahrzeugen einen doppelten Zweck. Fahrgäste konnten sie teilweise oder vollständig heruntersenken, um dem Bahnpersonal Signale zu geben, Halte anzufordern oder mit dem Schaffner auf dem Bahnsteig zu kommunizieren. Vor allem aber ermöglichten sie natürliche Belüftung in Wagen ohne Klimaanlage: Ein halbweit heruntergelassenes Absenkfenster ließ eine Brise herein, ohne dass Fahrgäste dem Funkenflug, der Lärmbelastung und dem Wetter eines vollständig offenen Fensters ausgesetzt waren.

Rückgang und technisches Erbe

Der Begriff wird immer noch auf Museumsbahnen und in historischen Wagen verwendet, wo Absenkfenster als zeitgerechte Ausstattung verbaut sind. Moderne Züge haben sie zugunsten von dichten Scheiben und mechanischer Belüftung abgeschafft, teils aus Sicherheitsgründen, teils weil Eisenbahntunnel und höhere Geschwindigkeiten offene Fenster unpraktisch machten. Bei Museumsbahnen erfordern Absenkfenster regelmäßige Wartung, um die Führungen frei von Verschmutzung zu halten und die reibungslose Bewegung ohne Verklemmen zu gewährleisten.

Das Absenkfenster wird manchmal mit einem Oberlichtfenster oder Lüftungsflügel verwechselt, das unten angelenkt ist und sich nach innen öffnet, oder mit einem Schiebefenster, das sich horizontal bewegt. Der Absenksmechanismus ist spezifisch für Eisenbahnwagentüren und war bei Straßenfahrzeugen oder Gebäuden selten anzutreffen, wodurch es ein eindeutig bahnspezifischer Fachbegriff ist.

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