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Elektrotechnik

Besetztsignal

Englisch: engaged tone

Ein hörbares Signal für den anrufenden Teilnehmer, das anzeigt, dass die angeforderte Verbindung nicht hergestellt werden konnte.

Besetztsignal: das akustische Zeichen, das zum Rückruf auffordert

Ein Besetztsignal ist ein akustisches Zeichen, das an den anrufenden Teilnehmer zurückgesendet wird, wenn er versucht, eine bereits belegte Telefonnummer zu erreichen. Im Gegensatz zum Freizeichen, das anzeigt, dass die Leitung verfügbar ist und verbunden wird, teilt das Besetztsignal (auch Besetztton genannt) dem Anrufer mit, dass die Zielleitung besetzt ist und keinen weiteren Anruf annehmen kann. In analogen Telefonnetzwerken wird dieser Ton von der Vermittlung erzeugt und über regelmäßige Intervalle auf die Anleitung des Anrufers gesendet, typischerweise eine Serie von Impulsen bei 400 Hz oder 600 Hz unterbrochen durch Stille.

Muster und Frequenz des Besetztsignals unterscheiden sich je nach Land und Vermittlungssystem. In nordamerikanischen Systemen besteht das Besetztsignal typischerweise aus 480 Hz und 620 Hz kombiniert, unterbrochen mit einer Rate von 60 Impulsen pro Minute. Europäische Systeme verwenden oft unterschiedliche Frequenzen und Impulsraten, was für internationale Anrufer verwirrend sein kann. Der Ton muss charakteristisch genug sein, damit Anrufer ihn sofort als negatives Signal erkennen, unterscheidbar von anderen Netzwerktönen wie Rückrufsignal oder Schnellbesetztton, die verschiedene Verbindungsfehler anzeigen.

Erzeugung und Vermittlungskontext

Besetztsignale entstehen in der Telefonvermittlung, wenn das Vermittlungssystem erkennt, dass die Leitung der angerufenen Nummer besetzt ist. In digitalen Vermittlungen wird die Tonerzeugung von Signalverarbeitungsgeräten übernommen; in älteren Kreuzschienenverteiler- oder Schrittschaltersystemen erzeugten mechanische Schaltelemente und Tongeneratoren das Signal. Der Ton wird lokal in der Vermittlung erzeugt und nicht vom Telefon der angerufenen Partei gesendet, weshalb man ihn hört, bevor das Zieltelefon überhaupt klingelt.

Das Besetztsignal erfüllt eine praktische Funktion in leitungsvermittelten Netzen, wo jede Verbindung dedizierte Bandbreite und Vermittlungsressourcen verbraucht. Wenn eine Leitung in Gebrauch ist, kann die Vermittlung keinen zweiten Anruf zu dieser Nummer aufbauen, daher teilt das Besetztsignal diese Nichtverfügbarkeit effizient mit. In modernen VoIP- und Mobilnetzen haben Anklopfen und Anrufweiterleitung die Abhängigkeit von einfachen Besetztönen reduziert, aber Besetztsignale bleiben wichtig für Systeme, die keine mehreren gleichzeitigen Anrufe auf einer Leitung unterstützen.

Probleme entstehen, wenn Besetztsignale verzögert, unhörbar oder durch fehlerhaftes Equipment imitiert werden. Ein Anrufer, der Stille hört, merkt möglicherweise nicht, dass die Leitung besetzt ist, und kann unbegrenzt warten oder den Service beschuldigen. Andererseits erzeugen manche Anrufe falsche Besetztsignale aufgrund von Vermittlungsfehlern oder Signalisierungsfehlern, was legitime Verbindungsversuche fälschlicherweise ablehnt. Ordnungsgemäße Wartung der Tonerzeugungshardware und korrekte Konfiguration der Vermittlungsparameter sind für einen zuverlässigen Netzbetrieb unerlässlich.

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