Anpassungsleiste
Englisch: feathering strip
Einer der keilförmigen Holzfüllstreifen, die an den Stoßkanten alter Holzschindeln angebracht werden, um beim Neueindeckung eine ebene Oberfläche zu schaffen.
Ausgleichsleiste: konisches Ausgleichsholz für alte Schindelübergänge
Eine Ausgleichsleiste ist ein keilförmiges Holzstück, das vor dem Verlegen eines neuen Daches über die Stoßkanten vorhandener Holzschindeln installiert wird. Die Verjüngung hebt die Dachoberfläche allmählich an und beseitigt die Stufe, die durch überlappende Reihen alter Schindeln entsteht. Ohne Ausgleichsleiste würden neue Schindeln, die direkt über abgenutzten Reihen verlegt werden, wackeln und Spalten aufweisen, was Wassereintritt ermöglicht und ungleichmäßige Befestigungsbedingungen schafft. Die Leisten bestehen typischerweise aus Zedernholz oder behandeltem Nadelholz, sind an der Oberkante 12 bis 25 mm dick und verjüngen sich zur Spitze hin auf fast Nulldicke.
Ausgleichsleisten werden am häufigsten bei Dachsanierungen verwendet, wenn vorhandene Holzschindeldächer mit neuen Asphalt- oder Holzschindeln belegt werden, anstatt bis auf die Sparren komplett abgetragen zu werden. Sie werden senkrecht zur Dachneigung installiert, an der Stoßlinie jeder Reihe ausgerichtet und mit korrosionsbeständigen Befestigungsmitteln oberflächig genagelt, bevor das neue Dach verlegt wird. Die Leisten folgen dem Verlauf der vorhandenen Schindeln und schaffen einen sanften Übergang statt scharfer Kanten, die zu Wasseransammlungen und vorzeitigem Verschleiß der neuen Schindeln führen würden.
Varianten und Verarbeitungsschwierigkeiten
Die Abmessungen der Leisten variieren je nach Tiefe der alten Schindeln und Dachneigung. Steilere Dächer erfordern aggressivere Verjüngungen, um zu vermeiden, dass am Übergang Falten entstehen oder die Schicht übermäßig dick wird. Die Verarbeitung erfordert sorgfältiges Befestigen an den alten Schindeln, ohne Befestigungsmittel durch die Verschalung in die Sparrenräume zu treiben, was zur Beschädigung der Dämmung oder zu Feuchtigkeitswegen führen kann. Unsachgemäße Ausrichtung oder unvollständige Abdeckung kann zum Rissen oder Verziehen der neuen Schindeln bei ungleichmäßiger Unterstützung führen.
Die Praxis ist heute weniger verbreitet, da komplette Abdeckungen zur Norm geworden sind, die es Dachdeckern ermöglichen, die Sparrenebene zu überprüfen und zu reparieren, die Dichtungs- und Anschlussfunktion zu kontrollieren und das grundsätzliche Problem von mehrlagigen Dächern zu vermeiden. Bauvorschriften in einigen Regionen beschränken das Gesamtgewicht aufgelagerter Dächer oder verbieten Schichtung ganz. Jedoch bleiben Ausgleichsleisten das Standard-Verfahren bei Sanierungsarbeiten, wenn Kosten- oder konstruktive Gründe für eine Dachsanierung anstelle von Abdeckungen sprechen.