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Textiltechnik

Fleeceware

Englisch: fleeceware

Bekleidungsstück, bei dem Fleece-Textilien verarbeitet sind.

Fleeceware: Kleidungsstücke aus Strickfleece-Synthetik

Fleeceware ist Bekleidung aus Fleecestoff, üblicherweise Polyester oder Polyester-Mischgewebe mit einer aufgerauten, flauschigen Florfläche auf einer oder beiden Seiten. Der Stoff entsteht normalerweise durch Stricken einer Grundlage und anschließendes Aufrauen oder Kratzen der Oberfläche, um die charakteristische weiche Struktur zu schaffen. Typische Fleeceware sind Pullover, Jacken, Trainingshosen, Mützen und Handschuhe, wobei der Begriff auf jedes fertige Kleidungsstück mit Fleece als Hauptmaterial ausgeweitet wird.

Das Fleece selbst beginnt als Ketten- oder Schussstrickware, meistens 100 % Polyester oder Polyester-Baumwoll-Mischungen mit einem Flächengewicht zwischen 200 und 400 Gramm pro Quadratmeter. Hersteller rauen die Strickoberfläche mit feinen mechanischen Kardiermaschinen auf oder behandeln sie mit Flammen, um Fasern hochzustellen und so den Flor zu erzeugen. Dieser Kratzprozess erhöht die Isolierfähigkeit durch Lufteinschlüsse in den aufgerichteten Fasern und reduziert gleichzeitig das Flächengewicht gegenüber dichteren Strickstoffen. Das resultierende Material ist von Natur aus knitterarm, schnelltrocknend und pflegeleichter als Wollfleece, was seine Dominanz in industrieller und privater Arbeitskleidung erklärt.

Produktionsvarianten und Leistungsklassen

Die Qualität von Fleeceware variiert erheblich je nach Flordichte, Faserfeinheit und Veredelungsverfahren. Gekratzter Fleece hat einen kürzeren, feineren Flor und eignet sich für leichtere Lagen und mittelschwere Kleidung. Geschorener Fleece hat eine einheitliche, kontrollierte Florhöhe, die durch spezielles Scheren der Oberfläche nach dem Aufrauen erreicht wird. Beidseitig aufgerauter Fleece oder bilateral-Fleece hat Flor auf beiden Seiten und kommt häufig in Jacken und Pullovern für maximale Wärmeisolation vor. Manche Hersteller bringen wasserabweisende Beschichtungen auf oder nutzen strukturierte Gewebe, um die Dauerhaftigkeit bei Außen- oder Industrieanwendungen zu verbessern.

Häufige Mängel in der Fleeceware-Herstellung sind Pilling (Faserkügelchen auf der Oberfläche durch Reibung), ungleichmäßiges Aufrauen durch inkonsistenten Kardiererdruck und Nahtauffall, bei dem sich die Strickstruktur an genähten Nähten trennt. Die geringe Dichte von Fleece macht ihn anfällig für Beschädigungen auf rauen Oberflächen. Die Farbechtheit kann leiden, wenn Farbstoffe vor dem Aufrauen nicht richtig fixiert sind, da das Kratzverfahren ungefärbte Fasern freilegen kann. Flammbehandlung ist zwar wirksam für eine kontrollierte Flor-Erzeugung, muss aber sorgfältig überwacht werden, um Vergilbung oder brüchige Stellen zu vermeiden.

Fleeceware unterscheidet sich deutlich von gewobenen Florstoffen (Cord, Velourstoff) und von Frottee, das Schlingenflor statt Schnittflor hat. Im industriellen Kontext werden Fleecekleidungsstücke wegen ihrer Isolierfähigkeit ohne Volumenaufbau und wegen niedriger Aufladung in bestimmten Fertigungsumgebungen geschätzt. Der Begriff kam in den 1990er Jahren auf, als Polyesterfleece zum Standard-Ersatz für Wolle und Daunen in Kälteschutzkleidung wurde, und umfasst heute ein breites Spektrum von Einweg-Werbeartikeln bis zu High-Performance-Oberbekleidung.

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