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Bahntechnik

Folgezug-Automatik

Englisch: fleeting

Ein automatischer Betriebsmodus eines Absolutsignals, das eine Strecke für mehrere hintereinander folgende Züge reserviert, ohne dass der Fahrdienstleiter die Strecke für jeden Zug neu einstellen muss.

Fleeting: Signalbetriebsart mit automatischem Freigabeverfahren für Zugfolgen

Fleeting ist eine automatische Betriebsart in Eisenbahnsignalsystemen, bei der eine Streckenfreigabe mehrere Zugbewegungen hintereinander ohne manuelle Eingriffe durch einen Signalwärter oder Fahrdienstleiter bestehen bleibt. Nachdem ein Signal für den ersten Zug einer Folge freigegeben wurde, bleibt die Route reserviert und bereit, den nächsten Zug freizugeben, solange kein Fahrweg auf sich überlagernden Gleisen gesperrt ist.

Das System funktioniert, indem es das Signalbild nach Vorbeifahrt des ersten Zuges auf Fahrt (oder mindestens nicht auf Halt) hält, solange der nächste Gleisabschnitt frei ist und kein anderer Zug durch einen Gegenfahrweg gestört würde. Wenn der folgende Zug in den Vorsignalbereich einfährt, erhält er automatisch das Fahrtbild ohne Fahrdienstleiter-Aktion. Nachdem dieser Zug die geschützte Strecke freigegeben hat, fällt das Signal üblicherweise auf Halt oder bleibt auf Vorsicht, je nach Systemauslegung.

Häufige Varianten und Verkehrsmuster

Fleeting-Betrieb ist besonders wertvoll bei regelmäßigem, vorhersehbarem Verkehr, etwa im Nahverkehr oder in Rangierbahnhöfen, wo Züge ähnlicher Priorität in gleichmäßigen Abständen folgen. Moderne Signalsysteme, vor allem mit Schienenkontakten oder Radsensoren, setzen Fleeting durch Relaislogik oder speicherprogrammierbare Steuerungen um. Das System muss aufeinanderfolgende Züge desselben Zugleises von Zügen mit anderen Fahrwegen unterscheiden, daher funktioniert Fleeting am besten bei eingleisigem Verkehr mit konstanten Zugabständen.

Der praktische Vorteil liegt in verringerter Signalbedienung und schnellerem Durchsatz wiederholter Zugbewegungen. Allerdings kann Fleeting die Lagedarstellung des Fahrdiensts verschleiern, wenn es mit dem Leitsystem schlecht abgestimmt ist. Auch funktioniert es nicht richtig, wenn Züge stärker bündeln oder verteilen als vorgesehen. Ältere mechanische oder relaisgestützte Anlagen unterstützen echtes Fleeting möglicherweise nicht, sondern erfordern, dass der Fahrdienstleiter jedes Signal für jeden Zug manuell freigeben muss.

Der Name spiegelt die flüchtige Natur der Streckenfreigabe wider: Sie wird nicht unbegrenzt gehalten, sondern bleibt nur so lange bestehen, wie Züge in dichter Folge fahren. Bricht der Verkehrsfluss ab oder weicht ein Zug vom erwarteten Muster ab, endet der Fleeting-Zustand und der normale Signalbetrieb setzt wieder ein.

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