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Bahntechnik

Kopfschild

Englisch: headboard

Brett auf der Front eines Zuges mit dem Namen des Zuges oder der Linie, auf der er verkehrt.

Kopfschild: das Namensbrett der Lokomotive

Ein Kopfschild ist eine Holz- oder Metallplatte an der Front einer Lokomotive oder des führenden Wagens eines Personenzugs, auf der Name, Betriebsbezeichnung oder Liniennummer des Zugs angebracht sind. Es dient als primärer visueller Erkennungszeichen des Zuges, besonders wichtig in einer Zeit vor elektronischen Anzeigetafeln und wenn mehrere Linien vom gleichen Bahnhof verkehrten.

Kopfschilder wurden typischerweise aus Holz gefertigt und mit Metallrahmen versehen, mit gegossenen oder aufgemalten Buchstaben und heraldischen Wappen. Die Größe war sehr unterschiedlich: Kopfschilder für Schnellzüge konnten bis zu 6 Fuß breit und 3 Fuß tief sein, während Breitbahn-Schilder kleiner ausfallen. Sie wurden waagerecht auf der Raucherhaube von Dampflokomotiven oder auf der vorderen Stirnwand von Dieseleinheiten und Personenwagen angebracht.

Das Kopfschild entwickelte sich parallel mit der Eisenbahn-Markeneisenbahn und der betrieblichen Effizienz. Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts benötigten benannte Züge wie The Flying Scotsman oder The Cornish Riviera Express charakteristische Kopfschilder, um höhere Fahrkartenkpreise zu rechtfertigen und Fahrgäste anzulocken. In den 1950er und 1960er Jahren standardisierten viele Eisenbahnen ihre Schilder mit einheitlichen Schrifttypen und Firmenlogos. Die Praxis nahm stark ab mit der Einführung von Triebwagenzügen, Dieseltraktion und elektrischen Signalsystemen, die eine dauerhafte Zugkennung betrieblich weniger erforderlich machten.

Das Abnehmen und Lagern von Kopfschildern war eine bedeutende Wartungsaufgabe. Züge, die an verschiedenen Tagen mehrere Dienste befuhren, benötigten unterschiedliche Schilder, und Beschädigungen durch Wetter, Kollisionen oder Vibrationen kamen häufig vor. Das Gewicht des Schilds, typischerweise 50 bis 150 Pfund, bedeutete, dass sichere Befestigung erforderlich war, um gefährliche Durchbiegungen bei hoher Geschwindigkeit zu verhindern. Korrosion des Metallrahmens und Verwitterung der aufgemalten Buchstaben erforderten regelmäßige Überholung, was das Kopfschild zu einer fortlaufenden Kostenstelle für Museumsbahnen und Enthusiastengruppen machte, die sie noch erhalten.

Heute sind funktionierende Kopfschilder auf aktiven Linien selten, erhalten bleiben sie vor allem auf Museumsbahnen und in betriebenen Dampfbahn-Anlagen, wo sie Teil der historischen Präsentation sind. Ihre Abwesenheit bei modernen Zügen spiegelt den Wechsel von externer Markierung zu digitalen Anzeigetafeln wider und die schrittweise Standardisierung des Wagenmaterials zwischen Eisenbahnverkehrsunternehmen.

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