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Metallurgie

Vorstein

Englisch: forestone

Gusseisernes Stück, das quer auf dem Herd liegt und mit seinen Enden zwischen den Ecksteinen aufgestützt ist; es kann nach vorne oder hinten verschoben werden und gehört zum kleineren rechteckigen Ofen (Erzherz) zum Bleirösten.

Forestone: verschiebbarer Ofenriegel beim Bleischmelzen

Ein Forestone ist ein Gusseisen-Riegel, der sich über die gesamte Breite eines Bleierz-Ofens erstreckt und auf den Schlusssteinen an beiden Enden aufliegt. Seine Hauptaufgabe besteht darin, das geschmolzene Blei und die Schlacke in dem kleinen rechteckigen Ofen zu halten und zu lenken. Der Riegel kann vor- und zurückgeschoben werden, um die wirksame Größe und Arbeitstiefe des Ofens während des Schmelzprozesses anzupassen.

Der Bleierz-Ofen selbst ist ein kompakter rechteckiger Schmelzofen, typischerweise 3 bis 4 Fuß breit, für die Bleigewinnung aus Bleiglanz und anderen Bleierzen ausgelegt. Der Forestone sitzt knapp hinter der Vorderöffnung oder dem Düsenbereich. Während das Erz aufgegeben wird und das Material schmilzt, verschiebt der Ofner ihn schrittweise nach hinten, um die optimalen Arbeitsbedingungen zu erhalten. Diese Verstellung verhindert, dass ungeschmolzenes Aufgabegut hängenbleibt, kontrolliert die Ablagerung von Rohstein und hilft bei der Verwaltung der Schlackendecke, die über dem geschmolzenen Metall schwimmt.

Forestones sind immer aus Gusseisen, weil das Material den direkten Kontakt mit geschmolzenem Blei (Schmelzpunkt 327°C) und die Korrosionswirkung von Flussmittel und Schlacke aushalten muss. Gusseisen widersteht in dieser Anwendung besser dem Eindringen als Schmiedeeisen. Der Riegel verschleißt schließlich und muss nach Wochen oder Monaten des Betriebs ersetzt werden, je nach Erzzusammensetzung und Schmelzintensität. Ein abgenutzter oder durchhängender Forestone erzeugt Hohlräume und schlechte Wärmeverteilung, was zu unvollständiger Reduktion und übermäßigem Brennstoffverbrauch führt.

Der Begriff bezieht sich auf seine Position: er steht vorne, im vorderen Arbeitsbereich des eigentlichen Ofens und unterscheidet sich damit vom Hinterstein oder anderen hinteren Elementen des Ofens. Forestones sind spezifisch für Bleischmelzanlagen; Kupfer- und Eisenöfen verwenden andere Innengeometrien und Dammsysteme. Die Montage auf Schlusssteinen ist entscheidend, da sie eine vertikale Bewegung ermöglicht, ohne dass die gesamte Ofenstruktur verändert werden muss, wenn der Riegel zum Austausch oder zur Reinigung entfernt wird.

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