Schlacke
Englisch: scoria
Die Schlacke oder der Auswurf, der nach dem Verhütten von Metallen aus einem Erz zurückbleibt.
Schlacke: der feste Abfall, der zurückbleibt, wenn Erz zu Metall wird
Schlacke ist der feste Rückstand, der sich beim Schmelzen von Metall von der Schmelze trennt. Wenn Erz in einem Hochofen auf hohe Temperatur erhitzt wird, schmilzt das wertvolle Metall und sinkt ab, während Verunreinigungen, Gangminerale und Zuschläge sich zu einem leichteren, weniger dichten Material verbinden, das oben auf der Metallschmelze schwimmt. Diese aufschwimmende Schicht ist Schlacke. Nach dem Erkalten kann sie als dunkles, porenreiches, glasiges oder kristallines Gestein entfernt werden, das je nach Erzzusammensetzung und beteiligten Metallen typischerweise von Schwarz bis Rotbraun variiert.
Die genaue Zusammensetzung der Schlacke variiert mit dem Rohstoff und den Schmelzbedingungen. Bei der Kupferverhüttung kann Schlacke Magnetit, Fayalit und Silikate von Eisen und Kupfer enthalten. Bei der Bleiverhüttung sammeln sich Zinkoxid und andere Oxide an. Der Ofenführer kontrolliert die Schlackenbildung durch die Anpassung der Zuschlagzugabe, hauptsächlich Kieselsäure und Kalkstein, die sich mit dem Erz verbinden, um den Schmelzpunkt zu senken und die Metallausbeute zu verbessern. Eine gut kontrollierte Schlacke sollte bei Betriebstemperatur frei fließen und sich sauber vom flüssigen Metall trennen.
Schlacke ist im modernen Sinne kein Abfall. Sie hat erhebliche Sekundärnutzungen. Zerkeinert und gesiebt dient sie als Schotter für Eisenbahnschienen, als Zuschlagstoff für Beton und Asphalt, als Füllmaterial für den Straßenbau und sogar als Rohstoff für die Ziegelstein- und Zementproduktion. Einige Gießereien recyceln Schlacke zurück in den Ofen, um Metallreste zurückzugewinnen. Ihre Porenstruktur und Härte machen sie wertvoll in Schleifmitteln und in bestimmten Filteranwendungen. Preis und Nachfrage für Schlacke hängen von Reinheit, Körnergrößenverteilung und Nähe zu den Absatzmärkten ab.
Die Unterscheidung zwischen Schlacke und Schlacke kann in der Praxis verschwimmen. Technisch gesehen ist Schlacke ein breiterer Begriff für jedes flüssige Nebenprodukt; Schlacke bezieht sich oft speziell auf die erstarrte, feste Form mit einer charakteristischen porenreichen Textur. Einige Fachleute verwenden die Begriffe austauschbar. Der Name Schlacke leitet sich vom griechischen Wort für Rauheit ab und spiegelt das raue, leichte Aussehen des erstarrten Materials wider.
Ein Schlackenloch oder eine Schlackenrinne ermöglicht es dem Ofenführer, angesammelte Schlacke aus dem Ofen abzulassen, ohne das Schmelzen zu unterbrechen. Die Kontrolle des Schlackenstandes, der Viskosität und der Zusammensetzung ist zentral für die Ofeneffizienz. Überschüssige Schlacke oder Schlacke, die sich im Ofen zu langsam abkühlt, kann zu Verstopfungen und erzwungenen Abstellungen führen. Eine gute Praxis umfasst regelmäßige Prüfungen der Schlackenfließfähigkeit und Zusammensetzung, um die Metallausbeute zu optimieren und Nachbearbeitungen zu minimieren.