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Bergbau und Gewinnung

Gadder

Englisch: gadder

Bohr- oder Lochmaschine oder Vorrichtung zum Bohren im Bergbau und bei der Mineralerkundung.

Gadder: Schlagbohrgerät für Explorationsbohrungen

Ein Gadder ist ein tragbares oder auf einem Stativ montiertes Schlagbohrgerät, das im Bergbau und bei der Mineralerkundung eingesetzt wird, um flache Bohrungen in Gestein und Boden herzustellen. Im Gegensatz zu Drehbohrgeräten, die Material durch Rotation schneiden, arbeitet ein Gadder durch wiederholte Schläge mit einem gehärteten Meißel, wodurch das Gestein schrittweise zerlegt wird. Das Gerät wird entweder durch Druckluft (pneumatisch) oder von Hand angetrieben und ist daher tragbar genug für Schürfer und Feldteams, um zwischen verschiedenen Probenahmeorten zu wechseln.

Pneumatische Gadder arbeiten mit 80 bis 100 Schlägen pro Minute, angetrieben durch Kompressoren auf mobilen Geräten oder transportablen Kompressor-Einheiten. Die Schlagwirkung überträgt Energie direkt auf den Bohrmeißel, der typischerweise aus Wolframkarbid oder Stahlspitze besteht. Die erreichbaren Tiefen sind bescheiden, üblicherweise 10 bis 50 Meter, ausreichend um geologische Proben zu sammeln und den Erzgehalt zu testen, ohne den Aufwand größerer Drehbohrgeräte. Manuelle Gadder sind heute seltener und beruhten auf manueller Kraft und wiederholten Schlägen; sie wurden dort eingesetzt, wo Druckluft nicht verfügbar war oder für sehr flache Testbohrungen.

Varianten und Anwendung

Varianten sind die Handbohrwinde (rein manuell, für lockeres Gestein), das Tiefloch-Schlagbohrgerät (älteres Schlagbohrdesign mit Seilaufhängung) und das tragbare Presslufthammer-Bohrgerät (modernes elektro- oder pneumatisches Gerät für die Erkundung). Bergbauunternehmen setzen Gadder in der Anfangsphase der Erkundung ein, um zu bestimmen, ob eine Lagerstätte Investitionen in Kernbohrgeräte rechtfertigt. Das Gerät eignet sich hervorragend für abgelegene Standorte und bei verteilten Erkundungsrastern, wo eine kleine Bohrfläche wichtig ist. Ausfallursachen sind typischerweise mechanisch: Meißelverschleiß (erfordert Nachschärfung oder Austausch nach einigen Bohrungen), Verschleiß der Dichtungen in pneumatischen Kolbeneinheiten und Kompressor-Versorgungsprobleme in schwierigem Gelände.

Der Begriff leitet sich von der Schlagbewegung und der Ähnlichkeit mit einem mittelalterlichen Spitzeisen ab. Gadder nehmen zwischen einfachen Handbohrwinden und großen Kernbohrgeräten eine Mittelposition in der Erkundungs-Werkzeugpalette ein und werden wegen Schnelligkeit, Kosten und Mobilität statt Tiefe oder Genauigkeit geschätzt. Sie bleiben Standard bei der Diamantensuche in Alluvionen, beim Kohleschichten-Test und bei metallischen Mineralienerkundungen, wo die anfängliche Probennahme schnell und flexibel erfolgen muss.

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