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Bergbau und Gewinnung

monolithologisch

Englisch: monolithologic

Aus einer einzigen Gesteinsart bestehend.

monolithologisch: eine Lagerstätte aus nur einer Gesteinsart

Eine monolithologische Lagerstätte besteht vollständig aus einer einzigen Gesteinsart, ohne nennenswerte Zwischenschichtung oder Vermischung verschiedener Lithologien. Im Berg- und Steinbruchbetrieb ist diese Gleichförmigkeit entscheidend, denn sie bedeutet, dass der Erzkörper von der Oberfläche bis in die Tiefe gleichbleibende physikalische und chemische Eigenschaften behält. Granitbrüche beispielsweise sind oft monolithologisch; der gesamte Steinbruch kann jahrzehntelang denselben kristallinen Granit fördern, ohne auf Andesit, Schiefer oder weichere Zwischenschichten zu treffen, die andere Abbaumethoden erfordern würden.

Der Begriff taucht vor allem im Hartgesteinbergbau und bei der Rohblockgewinnung auf, wo die Homogenität unmittelbar auf Bohrgeschwindigkeit, Sprengfragmentierung und Produktqualität wirkt. Ein monolithologischer Kimberlit-Pipe vereinfacht dagegen gegenüber einem heterolitischen die Lagerkontrolle und Aufbereitung, da die Gangminerale verlässlich bleiben. Umgekehrt stellt eine polymetamorphe Eisenerz-Lagerstätte mit wechselnden Bändern von Hämatit und silikatischem Nebengestein ein komplexeres Abbauproblem dar, selbst wenn der Gesamtmetallgehalt gleich ist.

Geologische Bildung und wirtschaftliche Bedeutung

Monolithologische Körper entstehen durch Prozesse, die große Mengen gleichförmiger Magmen, Sedimente oder metamorphe Gesteine ohne Unterbrechung hervorbringen. Eine mächtige Doleritsill, eine ausgedehnte Sandsteinformation oder ein großes Pegmatit-Vorkommen können alle monolithologisch sein. Der wirtschaftliche Vorteil liegt in der Vorhersehbarkeit: Grubenplanung, Aufbereitungsanlage und Maschinenausstattung lassen sich alle auf eine Materialart optimieren, was Umstellungskosten und Betriebsrisiken senkt.

Das Wort verbindet das Griechische monos (einzeln) und lithos (Stein) mit der Endung -logisch, die sich auf Zusammensetzung oder Charakter bezieht. Es ist das Gegenteil von polygenen oder heterolitischen Lagerstätten, die mehrere Gesteinsarten enthalten. Geologen nutzen bei Explorations-Bohrungen stratigraphische Profile, um festzustellen, ob ein Zielobjekt monolithologisch ist oder ob es Übergänge und Beimengungen gibt, die die Bergbauökonomie erschweren.

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