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Transport und Logistik

Überholverbot

Englisch: ghost island

Straßenfläche mit Schraffiermarkierung zur Trennung des Verkehrs oder Geschwindigkeitsreduktion sowie zur sicheren Rechtsabiegung über Gegenverkehr

Geisterinsel: gekennzeichnete Schutzzone für sicherere Abbiegungen

Eine Geisterinsel ist ein gekennzeichneter Straßenbereich, typischerweise mit diagonalen weißen Linien oder Schraffierungen gefüllt, der zwischen entgegengesetzten Fahrtrichtungen liegt. Sie schafft eine physische und visuelle Pufferzone, in der Fahrer warten können, um über den Gegenverkehr nach rechts abzubiegen, oder wo Verkehrsströme getrennt werden, um Geschwindigkeit und Richtung zu steuern. Der Bereich heißt Insel, weil er als Zufluchtsort funktioniert, aber Geisterinsel, weil Fahrzeuge dort nicht längere Zeit stehen bleiben wie auf einer herkömmlichen Verkehrsinsel.

Die Markierung erfüllt mehrere praktische Zwecke im Verkehrsmanagement. Auf Straßen mit mittlerem bis starkem Gegenverkehr gibt eine Geisterinsel dem abbiegenden Fahrer eine sichere Zwischenposition, um das Manöver in zwei Etappen auszuführen: Zunächst fährt er in die schraffierte Zone und wartet auf eine Lücke im Gegenverkehr, dann beendet er die Abbiegung, wenn es sicher ist. Das ist wesentlich sicherer, als zu versuchen, in einem Zug über mehrere Spuren schnellen Verkehrs abzubiegen. Auf einigen Straßen wird die Geisterinsel auch verwendet, um entgegengesetzte Verkehrsströme vollständig zu trennen und Fahrer in klar definierte Korridore zu zwingen, wodurch das Risiko von Frontalzusammenstößen sinkt.

Der Begriff spiegelt die Natur des Merkmals wider. Anders als ein fester Kreisverkehr oder eine Verkehrsinsel, um die Fahrzeuge physisch fahren, ist eine Geisterinsel aus der Perspektive des Verkehrsflusses vorübergehend und flüchtig, sie ist eher ein psychologischer und rechtlicher Raum als ein festes Hindernis. Fahrer betreten ihn nur, um kurz zu warten, bevor sie weitergehen. Die Schraffierung ist absichtlich uneinheitlich und visuell beschäftigt, damit Fahrer verstehen, dass die Fläche keine durchgehende Fahrspur ist.

Geisterinseln sind im Vereinigten Königreich und Australien verbreitet, wo Rechtsabbiegungen über Gegenverkehr häufig sind. Sie erscheinen auf ländlichen A-Straßen, in Vorstadtgeschäftsstraßen und auf städtischen Dual Carriageways. Straßenbehörden passen die Breite und Länge der schraffieren Zone an die Geschwindigkeit des Verkehrs und die erwartete Warteschlangenlänge während der Spitzenlastzeiten an. Schlecht dimensionierte Geisterinseln, besonders solche, die zu schmal sind oder in verwirrenden Winkeln positioniert sind, können Unfälle eher verursachen als verhindern.

Die Markierung muss den Verkehrszeichennormen und Fahrbahnmarkierungsvorschriften der jeweiligen Jurisdiktion entsprechen. Im Vereinigten Königreich regeln die Road Traffic Regulation Act und die Richtlinien des Department for Transport ihre Installation und Gestaltung. Schlechte Sichtbarkeit, abgelöste Markierungen oder mangelnde Vertrautheit des Fahrers mit dem Konzept können die Wirksamkeit verringern, besonders bei Fahrern, die in anderen Verkehrssystemen ausgebildet wurden, in denen das Merkmal nicht vorhanden ist.

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