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Maschinenbau

Stopfbuchse

Englisch: gland

Komprimierbare zylindrische Buchse mit Inhalt um eine Welle an ihrer Durchführung durch eine Dichtung, um die Passage einer Flüssigkeit durch die Dichtung zu verhindern; wird z.B. um die Propellerwelle eines Schiffs oder um Wasserhahn, Ventil oder Hahn verwendet

Stopfbuchse: die Abdichtung, die Lecks um bewegliche Wellen verhindert

Eine Stopfbuchse ist eine mechanische Dichtungsanordnung, die sich um eine rotierende oder hin- und hergehende Welle legt und verhindert, dass Fluid austritt, wo die Welle eine Druckbarriere, Wand oder ein Gehäuse durchdringt. Sie besteht aus einem zylindrischen Körper, typischerweise aus Messing oder Kugelgraphitguss, mit einer hohlen Mitte, durch die die Welle führt. Darin sitzt Dichtungsmaterial, früher Baumwollseil getränkt mit Graphit oder Talg, heute häufiger PTFE (Polytetrafluorethylen) oder Kunststofffasern, das sich unter Druck um die Welle legt, wenn ein Gewindekragen (die Stopfbuchsenmutter) angezogen wird.

Das Dichtungsmaterial verformt sich leicht unter Kompression, passt sich der Wellenoberfläche an und erzeugt einen gewundenen Weg, der den Durchfluss begrenzt. Der Druck wird axial aufgebracht: Beim Anziehen der Mutter drückt sie einen kegelstutzigen Mitnehmer oder die Stopfbüchsenhülse gegen die Dichtungsschichten. Die Abdichtung ist nicht absolut, ein kleine kontrolliertes Tropfen oder Weinen ist normal und gewünscht, sowohl um zu bestätigen, dass die Dichtung funktioniert, als auch um das Dichtungsmaterial geschmiert und kühl zu halten. Vollständige Blockade deutet auf Überanziehen hin und erzeugt Wärme, die den Verschleiß des Dichtungsmaterials beschleunigt.

Häufige Varianten und Anwendungen

Schiffsschraubenwellen verwenden große Bronzestopfbuchsen zur Abdichtung, wo die Welle den Schiffsrumpf verlässt, oft mit mehreren Dichtungsringen und Ablauflöchern. Pumpenwellen verwenden kleinere Stopfbuchsen, um Prozessfluid oder Kühlmittel zu halten. Ventilspindeln verwenden kompakte Stopfbuchsen, um Lecks um die Handradspindel zu verhindern. Manche Stopfbuchsen sind mit einem Laternensperrring ausgestattet, ein gerillter Abstandshalter in der Mitte des Dichtungsstapels, der das Einspritzen von Schmiermittel oder Spülfluid ermöglicht und so die Lebensdauer verbessert und die Leckmenge kontrolliert.

Ausfallmechanismen umfassen Verhärtung und Risse im gealterten Dichtungsmaterial (Dichtungen müssen regelmäßig erneuert werden, typischerweise alle paar Jahre je nach Einsatz), Wellenverschrammung durch abrasive Partikel, die in der Dichtungslinie eingeschlossen sind, und übermäßiges Austreten durch unzureichende Kompression. Überkompresson verursacht Reibungswärme, Auspressen von Dichtungsmaterial in den Spalt zwischen Welle und Dichtung und vorzeitigen Verschleiß. Die Mutter muss nach dem Anziehen leicht gelockert werden, um ein Festziehen zu vermeiden.

Der Name stammt von seiner Ähnlichkeit mit einer Drüse in der Anatomie, ein kleiner rundlicher Körper in einer größeren Höhlung. Das Design von Stopfbuchsen ist weitgehend empirisch, doch Dichtungsmaterialien und Mitnehmergeometrien sind durch die industrielle Praxis standardisiert worden. Mechanische Dichtungen und Patronendichtungen haben Stopfbuchsen in Hochdrehzahl- oder sterilen Anwendungen ersetzt, aber die traditionelle Packungsstopfbuchse bleibt der Standard für langsam laufende Wellen, für Reparaturen und in Umgebungen, in denen Einfachheit und niedriger Preis wichtiger sind als perfekte Abdichtung.

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