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Holzbearbeitung

Leimstreifen

Englisch: glue strip

Ein schmales Band oder eine Linie aus Klebstoff, das entlang der Kante eines Werkstücks aufgetragen wird, um es mit einem anderen Stück zu verbinden.

Leimstrich: Klebstoffraupe an Kanten zum Fügen angebracht

Ein Leimstrich ist eine durchgehende oder nahezu durchgehende Linie aus Klebstoff, die entlang der Kante, Fläche oder Fugenfläche eines Werkstücks aufgebracht wird, um es mit einem anderen zu verbinden. In der Holzbearbeitung ist es die einfachste Fügetechnik: Man trägt den Klebstoff als schmale Raupe auf, drückt die Teile zusammen und spannt sie, bis der Klebstoff ausgehärtet ist. Die Breite und Dicke des Leimstrichs hängen von der Fugenart, der Holzsorte und dem verwendeten Klebstoff ab.

Gängige Klebstoffe für Leimstriche sind gelber Polyvinylacetat (PVA), Harnstoffformaldehyd und Polyurethan. PVA ist die Standardwahl für Innenarbeiten, da es preisgünstig ist, schnell abbindet (5 bis 15 Minuten Verarbeitungszeit) und zu vernachlässigbarem Kriechen führt. Polyurethanklebstoffe benötigen Feuchtigkeit zum Aushärten und dehnen sich beim Abbinden leicht aus, wodurch Spalten gefüllt werden, aber auch Leim austritt, der vor dem Erhärten gereinigt werden muss. Die Aufbringung erfolgt mit einem Pinsel, einer Leimpistole, einer Walze oder einem dünnen Spatel; Produktionsbetriebe setzen oft automatische Leimauftragsmaschinen ein, die Raupen gleichmäßiger Breite aufbringen.

Fugenfestigkeit und häufige Fehler

Die Festigkeit einer geleimten Fuge hängt von der Menge des Klebstoffs, dem Druck beim Spannen und dem Zustand der Oberflächen ab. Zu wenig Leim aushungern der Fuge; zu viel erzeugt dicke, schwache Leimfugen und unansehnliche Ausspressungen. Oberflächen müssen sauber und trocken sein und idealerweise wenige Stunden vor dem Leimen gehobelt oder geschliffen werden, da oxidierte oder staubige Oberflächen die Eindringtiefe und Festigkeit des Klebstoffs verringern. Die offene Verarbeitungszeit, also der Zeitraum zwischen Aufbringung und Spannen, variiert je nach Klebstoff und Temperatur; wird sie überschritten, beginnt der Leim vorzeitig auszuhärten, was zu einer spröden, schwachen Fuge führt.

Das Kanteleimen, bei dem ein Leimstrich auf die Längskante von Brettern aufgebracht wird, um diese nebeneinander zu verbinden, ist besonders beim Paneelbau und der Tischplattenherstellung verbreitet. Der Leimstrich muss dünn genug sein, damit der Spanndruck ihn gleichmäßig über die Fuge verteilt, aber dick genug, um die Holzfasern vollständig zu benetzen. Das Aufquellen von Fasern, bei dem Wasser im Klebstoff Oberflächenfasern aufquellen lässt, kann durch leichtes Anfeuchten des Holzes vor dem Leimen oder durch Schleifen nach dem Aushärten reduziert werden.

Der Begriff Leimstrich wird manchmal synonym mit Leimraupe oder Leimfuge verwendet, wobei Leimfuge sich häufiger auf die dünne ausgehärtete Fuge selbst bezieht. Bei Tragwerken und Schiffsbau werden dickere Leimfugen oder Leimfugen mit größerer Präzision angebracht, die einfache Striche ersetzen; Produktionsmöbelbauer setzen täglich Leimstriche bei Rahmenkonstruktionen und Kantenfügungen ein.

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