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Kfz-Technik

Handschuhablagefach

Englisch: glove compartment

Ein in die Armaturentafel eines Automobils eingelassenes Fach, das meist eine Tür hat und verschlossen werden kann, bestimmt zur Aufbewahrung von Handschuhen, Papieren usw.

Handschuhfach: Armaturenbrett-Stauraum mit gesetzlichen Verpflichtungen

Das Handschuhfach ist ein verschließbarer Stauraum in der Armaturenbrett-Verkleidung eines Kraftfahrzeugs, bei den meisten Ausführungen auf der Beifahrerseite angebracht. Es dient als sichere Ablage für Dokumente, Kleinwerkzeuge und persönliche Gegenstände. In vielen Rechtsräumen ist es der gesetzlich vorgeschriebene Aufbewahrungsort für Fahrzeugpapiere, Versicherungszertifikate und Bedienungsanleitungen. Das Fach hat üblicherweise eine Breite von 30 bis 50 Zentimetern und eine Tiefe von 15 bis 25 Zentimetern. Die innere Tiefe variiert je nach Armaturenbrett-Aufbau und eventuellen Klimaanlage-Kanälen dahinter.

Die Konstruktion besteht aus einem gespritzten oder formgegebenen Kunststoffgehäuse, das direkt an der Armaturenbrett-Struktur befestigt ist, normalerweise verstärkt durch Metall- oder Verbundwerkstoff-Streben gegen wiederholte Öffnungskräfte. Die meisten Fächer haben einen einfachen mechanischen Riegel, während hochwertigere Fahrzeuge elektronische Drucköffnungs-Mechanismen oder Solenoid-Sperren aufweisen können, die mit dem zentralen Verschlusssystem verbunden sind. Die Klappe selbst besteht üblicherweise aus ABS-Kunststoff oder Polyurethan, manchmal mit Gummi- oder Filzauflage, um ein Verrutschen des Inhalts zu verhindern und das Schließgeräusch zu dämmen.

Varianten und funktionale Grenzen

Tiefe und Zugänglichkeit unterscheiden sich erheblich je nachdem, ob das Fahrzeug Rechts- oder Linkslenker ist und ob die Armaturenbrett Lüftungskomponenten in diesem Bereich enthält. Manche Fahrzeuge haben eine schwenkbare oder herausnehmbare Einsatzschale, mit der Benutzer kleinere Gegenstände ordnen können. In Fahrzeugen mit Beifahrer-Airbag ist die Fachklappe mit absichtlichen Schwachstellen konstruiert, damit sie sich bei Auslösung frei öffnet, ohne Geschosse zu erzeugen. Das Fach kann auch ein kleines Licht mit Türschalter haben, obwohl dies bei Basismodellen seltener vorkommt.

Ausfallmuster umfassen typischerweise verschlissene Riegel, die die Klappe während Beschleunigung oder Bremsing nicht mehr halten, oder Scharnierbolzen, die sich lockern und die Klappe schief hängen lassen. Feuchtigkeitsansammlung ist verbreitet in Fahrzeugen in feuchtem Klima, besonders wenn Entwässerungslöcher blockiert sind. Der Verschlussmechanismus kann durch Staub oder Korrosion klemmen und das Fach unzugänglich machen, selbst mit Schlüssel. Thermische Zyklen und Vibrationen über viele Jahre verursachen Risse im Kunststoffgehäuse, besonders an Spannungskonzentrationspunkten um Scharniere und Riegel.

Der Begriff stammt von seiner ursprünglichen Verwendung: Lagerung von Fahrhandschuhen, die Anfang des 20. Jahrhunderts Standardzubehör waren, als Autos noch keine Heizung und Belüftung hatten. Der Name blieb erhalten, als sich das Handschuhfach zu allgemeinem Stauraum entwickelte und rechtliche Bedeutung als Dokumentenaufbewahrung erhielt. Im Britischen Englisch heißt dasselbe Bauteil oft glove box oder cubby box. In mancher technischer Dokumentation erscheint es als passenger side storage compartment oder einfach dashboard drawer.

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