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Landtechnik

Getreideeinlagerung

Englisch: grain entrapment

Zustand, bei dem eine Person teilweise in Getreide versenkt ist, meist in einem Silo oder anderen Getreidespeicher.

Getreideverschüttung: wenn Getreide wie Treibsand wirkt

Getreideverschüttung tritt auf, wenn eine Person in fließendes oder setzmendes Getreide einsinkt und bewegungsunfähig wird, typischerweise in einem Behälter, Silo oder Trichter. Das Getreide verhält sich unter bestimmten Bedingungen wie eine Flüssigkeit und übt einen Druck aus, der Gliedmaßen einklemmt, die Atmung behindert und eine Selbstbefreiung unmöglich macht. Die meisten Unfälle ereignen sich in Lagerbehältern mit einer Tiefe von 2,5 bis 12 Metern, wobei eine Person innerhalb von Sekunden bis zu 2 Meter tief in das Getreide einsinken kann.

Die Physik der Verschüttung beinhaltet den Zusammenbruch von Getreidebrücken und Wölbungsversagen. Wenn Getreide gelagert wird, bildet es natürlicherweise einen Bogen oder eine Brücke über den tiefsten Stellen. Eine Person, die auf der Oberfläche läuft, kann diese Brücke durchbrechen, wodurch umliegendes Getreide nach innen und unten fließt. Weizen, Mais, Sojabohnen und andere Getreidearten mit feinen Partikeln sind besonders gefährlich, da sie sich dicht um einen eingeklemmten Körper verdichten und Bewegungen viel stärker einschränken als groberes Material.

Rettung ist äußerst schwierig, da das Entfernen von Getreide ohne geeignete Ausrüstung zu weiteren Einstürzen und Ersticken führen kann. Das Gewicht des Getreides, das auf die Brust drückt, kann über 4100 kg pro Quadratmeter überschreiten und macht es unmöglich, dass sich eine eingeklemmte Person selbst befreit oder tief einatmet. Professionelle Getreiderettung erfordert geschulte Teams mit pneumatischen oder Vakuumextraktionswerkzeugen, die speziell dafür ausgelegt sind, Getreide um das Opfer zu entfernen und die umgebende Masse zu stabilisieren.

Die meisten Verschüttungen treten während Routinewartungen, Inspektionen oder beim Verstopfen beheben auf, nicht während des normalen Getreideumschlags. Arbeiter betreten Behälter häufig allein und ohne Sicherungsgurt und behandeln die Aufgabe als risikoarm, obwohl sie ein großes Gefahrenpotenzial birgt. Getreide, das auf der Oberfläche verdichtet oder verkrustet ist, stellt ein besonderes Risiko dar, da das Betreten es zum plötzlichen Einsturz bringen kann.

Behörden in den Vereinigten Staaten, Kanada und der Europäischen Union klassifizieren Getreideverschüttung als Gefahr in Arbeitsräumen mit beschränktem Zugang. OSHA-Standards schreiben Verfahren für den Zugang zu solchen Räumen, Überwachung der Atmosphäre, Rettungsausrüstung und geschultes Standby-Personal für jede Getreidelagerarbeit vor. Der Begriff 'Getreideverschüttung' unterscheidet diese spezifische Gefahr von anderen Risiken im Getreideumschlag wie Schneckenverletzungen oder Staubexplosion.

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