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Transport und Logistik

Verkehrskollaps

Englisch: gridlock

Ein Zustand vollständiger, gegenseitig verursachter Verkehrsstauung auf Straßen oder Autobahnen einer überlasteten Stadt, in dem sich niemand bewegen kann, weil jeder im Weg eines anderen steht.

Verkehrskollaps: wenn jede Route ins Nichts führt

Verkehrskollaps tritt auf, wenn sich Fahrzeugschlangen über mehrere Kreuzungen hinweg überlagern und verkeilen, wodurch kein Fahrzeug mehr in irgendeiner Richtung fahren kann. Anders als bei normalem Stau, wo der Verkehr langsam vorankommt, ist Verkehrskollaps ein völliger Stillstand: Fahrzeuge belegen den physischen Raum der Kreuzungen, die sie überqueren müssen, sodass der Querverkehr nicht weiterkommen kann, was wiederum die dahinter wartenden Fahrzeuge blockiert. Das Ergebnis ist eine Welle der Unbeweglichkeit, die sich über das gesamte Straßennetz ausbreitet.

Der Zustand entsteht typischerweise in dichten städtischen Straßennetzen während der Spitzenlastzeiten, besonders dort, wo Hauptverkehrsadern zusammenlaufen oder wo die Ampelschaltung Verkehrswellen aus einer Richtung auslöst. Eine einzige blockierte Kreuzung oder ein Verkehrsunfall können es auslösen: Ein stehengebliebenes Fahrzeug blockiert eine Querstraße, was den Verkehr auf einer Parallelstraße aufstaut, was wiederum die nächste Kreuzung der ursprünglichen Straße blockiert. Innerhalb von Minuten sind mehrere Häuserblöcke blockiert.

Prävention und Reaktion

Verkehrsingenieure bekämpfen Verkehrskollaps durch koordinierte Ampelschaltungen, die verhindern, dass Fahrzeuge in Kreuzungen einfahren, die sie nicht räumen können, durch wechselnde Fahrspuren, die die Kapazität in Spitzenlastrichtungen verlagern, und durch Nachfragemanagement wie Staucongestion Pricing während der Stoßzeiten. Echtzeit-Überwachungssysteme erkennen frühe Warnsignale: Wenn Schlangenlängen die Entfernung zur nächsten Kreuzung überschreiten, können Ampeln angepasst oder Verkehr umgeleitet werden, bevor es zum vollständigen Kollaps kommt.

Logistik- und Lieferbetriebe sind besonders anfällig für die Kosten eines Verkehrskollaps. Ein im Kollaps steckendes Fahrzeug bewegt keine Güter; Routen, die in Schwachlastzeiten funktionieren, können während hoher Verkehrslast unmöglich sein. Die Gitter-Metapher des Begriffs ist treffend: Sie beschreibt sowohl das Manhattaner Straßenmuster, wo das Problem am sichtbarsten ist, als auch die verriegelnde, schachähnliche Unmöglichkeit der Situation selbst, wo die Bewegung eines einzelnen Teils die Bewegung aller anderen erfordert.

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